Vier Prozent weniger Treibhausgase soll Linz in den letzten vier Jahren emittiert haben: Die Stadt Linz sieht sich auf Kurs Richtung Klimaneutralität 2040. Bürgermeister Dietmar Prammer und Wirtschaftsstadtrat Thomas Gegenhuber (beide SPÖ) präsentierten dazu den neuen Fortschrittsbericht. Doch bei aller Freude über sinkende Emissionen stellt sich auch die Frage nach den Relationen: Ein wirklich messbar positiver Einfluss auf das (Welt-) Klima wurde nicht erzielt.
Der veröffentlichte Wert beruht allerdings auf einer etwas wackeligen Berechnung: Man ermittelt Energieverbrauch, Brennstoffe, Verkehrsdaten, Gebäudedaten oder industrielle Aktivitäten und rechnet diese über entsprechende Emissionsfaktoren in CO₂-Äquivalente um.
Und: Die Zahlen verschiedener Jahre sind offenbar nicht immer 1:1 vergleichbar. Die Stadt Linz schreibt selbst, dass Veränderungen in der Bilanz „auch zu einem Teil auf verbesserte Berechnungsmethoden und eine präzisere Datengrundlage zurückzuführen“ seien. Außerdem werde das Berechnungsmodell laufend weiterentwickelt. Unter dem Strich eine Berechnung, in der jede Menge Platz für heiße Luft ist:
- Gebäude minus 12 %: Im Gebäudesektor werden gegenüber 2019 zwölf Prozent weniger Emissionen ausgewiesen. Als Gründe nennt die Stadt unter anderem den Fernwärmeausbau – aber ausdrücklich auch „verbesserte Datengrundlagen“.
- Problemfall Verkehr: Anders als bei Gebäuden und Energie weist der Verkehrsbereich laut Stadt eine Zunahme der bilanzierten Emissionen auf. Interessant: Die Stadt relativiert diese Zunahme selbst, weil sie teilweise auf verbesserte Berechnungsmethoden und präzisere Daten zurückzuführen sei.















