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    Dinghoferstraße soll weg

    KPÖ will weitere Linzer Straße umbenennen

    10. Dezember 2025
    in Freizeit, Linz, Politik
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    Nach der Umbenennung von Straßen, die u.a. nach dem antisemitischen Bischof Johannes Maria Gföllner oder dem NSDAP-Mitglied Ferdinand Porsche benannt waren, steht nun die Dinghoferstraße im Fokus. Die KPÖ will auch Ex-Bürgermeister Franz Dinghofers Namen (hatte sein Amt von 1907 bis 1918 inne) tilgen, nach ihm ist eine wenig ansehnliche Durchzugstraße im Neustadtviertel benannt.
    Auf der anderen Seite gab es aber auch viele positive Entwicklungen unter Dinghofer, gegen den es weder eine Anklage noch eine Verurteilung gab – im Gegenteil: Dinghofer hat für Linz viele zukunftsweisende Projekte umgesetzt.

    Franz Dinghofer (1873–1956) war von 1907 bis 1918 Bürgermeister von Linz, Richter und ein einflussreicher deutschnationaler Politiker in der Zeit des Ersten Weltkriegs und der Ersten Republik. Im April 1940 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Juli 1940 aufgenommen. Aus heutiger Sicht wird diese Parteimitgliedschaft als belastend gewertet – Grund genug für die KPÖ, die Umbenennung „seiner“ Straße zu fordern.

    Gleichzeitig bleibt Dinghofers Wirken historisch ambivalent, aber kaum beachtet. Nach 1945 wurde der langjährige Bürgermeister im Zuge der Entnazifizierungsverfahren auch weder angeklagt noch verurteilt.

    Da gibt es aber auch noch die andere Seite: In seiner elfjährigen Amtszeit prägte Dinghofer die Stadt jedenfalls nachhaltig positiv. Er gründete die ersten Schrebergärten Österreichs, gliederte den Stadtteil St. Peter erfolgreich ein, schuf neue Grün- und Erholungsflächen und trieb den Ausbau des Eisenbahnnetzes voran. Unter seiner Führung entstanden städtische Milch- und Fleischverkaufsstellen gegen die Teuerung, Arbeiterwohnungen und Wohnungsbau-Gesellschaften.

    Besonders im Ersten Weltkrieg zeichnete sich Linz durch gute Versorgung aus: Dinghofer richtete ein Lebensmittelamt ein und führte bereits 1914 Brot- und Mehlkarten ein. Dadurch galt Linz als eine der bestversorgten Städte der Monarchie. 1917 bot man ihm deshalb das Amt des k.k. Ernährungsministers in Wien an – ein Angebot, das er ablehnte.

    Die Entscheidung über die Umbenennung der Dinghoferstraße soll am 10. Dezember im Linzer Gemeinderat fallen, die KPÖ fordert eine Umbenennung. Sie reiht sich ein in die laufende Debatte, wie die Stadt mit belasteten Namen aus der NS-Zeit umgeht – zwischen konsequenter Abrechnung und differenzierter historischer Einordnung.

    Kommentar
    Leider wird in Persönlichkeiten wie jenen von Franz Dinghofer weder der historische Kontext gesehen noch seine tatsächlichen Lebensleistung erwähnt. Ja, Dinghofer war damals wohl Antisemit, aber das war der Großteil der Bevölkerung. „Antisemit zu sein war damals ganz normal, jeder war Antisemit“, sagte einst sogar der renommierte jüdische Künstler Arik Brauer in einer ORF-Talkrunde. Das soll nichts relativieren oder schönreden, aber Dinghofer hat sich nicht wirklich maßgebliche Dinge oder Gräueltaten zu Schulden kommen lassen, auch das gehört Zur Wahrheit dazu. erhöht man den Blickwinkel und betrachtet man sein gesamtes Lebenswerk, stehen unter dem Strich viele positive Dinge.

    Man sollte die (ohnehin wenig ansehnliche und im Verkehr erstickende) Dinghoferstraße im Neustadtviertel Dinghoferstraße sein lassen. Eine Zusatztafel an einigen Stellen täte es auch.

    Wenn wir alles Unliebsame immer und überall weiter verstecken, niederreißen, ausblenden und am besten gar nicht mehr sehen wollen, geht das in die falsche Richtung. Wenn man das zu Ende denkt, müsste man halb Linz abreißen, die Nibelungenbrücke umbenennen, viele Bauten wurden mit bedenklichem Granit errichtet, auch unter Mithilfe von Zwangsarbeitern, die verwendeten Mittel für den Bauten stammten teilweise von enteigneten und getöteten Juden.

    Ganz abgesehen davon: Keiner kann sich heute ausmalen, wie schwer es damals gewesen sein muss, sich dieser erdrückenden Maschinerie zu entziehen – So gut wie keiner hatte den im wahrsten Sinne des Wortes Todesmut dazu. Die verweichlichte Generation von heute tut sich leicht mit dem Abstand von Jahrzehnten, alles  und jeden zu verurteilen – oder wie im Fall des rechtlich unbescholtenen Franz Dinghofer – maßgebliche positive Leistungen seines Lebenswerks für Linz einfach auszublenden.

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