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Eine dreckige Geschichte.

26. April 2020
in Meinung
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Linz war schon mal sauberer. Viel sauberer. Wer öfters zu Fuß, mit Öffis, oder dem Rad unterwegs ist, dem entgeht die Müll-Lawine in den Linzer Straßen, Höfen und Grünflächen nicht. Von der beispiellosen Tschickstummel-Lawine an Bim-Haltestellen, Parkbänken und eigentlich eh fast überall gar nicht zu reden: Irgendwann hat sich die Stadt von einer ihrer elementarsten Grundaufgaben zurückgezogen.

Eine Idee oder gar einen Plan, mit der ungehemmten Vermüllung der öffentlichen Flächen abseits der gehegten und gepflegten Landstraße aufzuräumen, gibt es nicht – vor allem, weil die verantwortliche Politik das Problem gar nicht sieht.

Auch ein großes Manko: das fehlende Bewusstsein in den Köpfen. Leute werfen ihren Dreck aus dem fahrenden Auto, lassen die Gratiszeitung bei der Bim-Haltestelle liegen, schnippen ihre Tschick auf den Gehsteig oder werfen die leere Red Bull-Dose ins nächste Gebüsch. Warum auch nicht. Juckt sowieso keinen.

Vor zwei Jahren erfüllte ich mir einen langgehegten Wunsch: einen Trip nach Tokio. In der 10-Millionen-Stadt gibt es so gut wie keine keine öffentliche Abfalleimer. Obwohl an fast jeder Ecke ein Verkaufsautomat mit Kaffee, Energydrinks, Wasser und Limo in Dosenverpackung steht, sind die öffentlichen Plätze blitzesauber. Die Tokioter nehmen ihren Müll ganz selbstverständlich mit nach Hause – und entsorgen ihn dort. „Warum soll ich in meiner Stadt etwas auf den Boden werfen? Das wäre unverzeihlich und so, wie wenn ich meine Eltern beleidige“, hat mir ein älterer Herr auf Nachfrage erzählt. Müllwegwerfen in der eigenen City? Eine Frage der Ehre.

Lösung für das (leider anders gestrickte) Linz? Die Stadt muss einerseits endlich ihre fucking Verantwortung wahrnehmen und auch abseits der Innenstadt für eine ordentliche Reinigung der öffentlichen Flächen sorgen – und zwar per Hand – mit Straßenkehrern, weils in Ecken, Nischen und Gebüschen nicht anders geht. Das ist zwar wenig innovativ, aber manchmal ist „Oldstyle“ eben immer noch die bessere Lösung. Kulturhauptstadt vs. Kippenhauptstadt: Das Duell lässt sich locker gewinnen, wenn man denn will.

Und natürlich muss auch das richtige Denken in die Köpfe der Menschen. Das funktioniert aber nur mit einer breiten Kampagne und richtig, richtig harten Strafen. Während Linz glaubt, mit ein paar harmlosen bis einfältigen Aufklebern auf Mistkübeln (die von einer ähnlichen, aber um ein Vielfaches prägnanteren und pfiffigeren Kampagne der Stadt Wien abgekupfert wurden) genug gegen Dreck und weggeworfene Tschickstummel zu tun, greifen andere Citys rigoros durch – mit Strafen von bis zu 250 Euro. Durchaus nachvollziehbar, denn bei der Umweltbelastung spielen Zigarettenkippen eine traurige Hauptrolle: Ein Tschickstummel verunreinigt mit nur einem „Schnipp“ bis zu 60 Liter Wasser mit Giftstoffen. 

Während Autofahrer für ein vergleichsweise folgenloses Vergehen wie einer Geschwindigkeitsübertretung von ein paar km/h ordentlich zur Kasse gebeten werden, ist die Vermüllung des öffentlichen Raums zwischen Kavaliersdelikt und lässlicher Verfehlung angesiedelt. Unverständlich, denn ein Tschickstummel besteht aus Celluloseacetat – einem schwer abbaubaren Kunststoff. Es dauert viele Jahre, bis dieser zerfällt. Alu- und Weißblechdosen „überleben“ locker 30, 40 oder 50 Jahre in freier Wildbahn. Hat mit Kultur nichts zu tun, darum: Kulturhauptstadt Linz, kümmer‘ dich endlich um deinen Dreck!

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