AUF ZU NEUEN HÖHEN.
- Das riecht gewaltig nach Linz: Nur wenige Tage vor Baubeginn schnellen die erwarteten Kosten für die Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes um über 30 % auf eine Million Euro in die Höhe. Der Grund seien u.a. bisher nicht berücksichtigte Leistungen sowie die allgemeine Teuerung. Wer hat da gerechnet – Pippi Langstrumpf? Zwei mal drei macht vier / Widde-widde-witt und drei macht neune. Und konnte ja auch wirklich keiner ahnen, dass man die Inflation möglicherweise auch im Auge haben muss.
- Ebenfalls hoch hinaus gehen die Nächtigungszahlen in Linz. 2025 wurde mit knapp über eine Million wieder ein neuer Rekord erzielt. Ein zweiter Blick zeigt allerdings: Das Wachstum blieb trotz viel (Eigen-)Schulterklopferei mit überschaubaren 0,6 Prozent weit unter dem Österreich-Schnitt Im Städtetourismus, der betrug nämlich 6 Prozent.
- Der LASK ist ebenfalls auf Höhenflug. Auch wenn selbst Coach Kühbauer zwei Tage danach immer noch nicht weiß, wie er es geschafft hat, trotz unterirdischer Leistung in Ried mit 2:1 zu gewinnen. Völlig Blutwurscht, Sieger brauchen keine Argumente und genießen jede Bierdusche.
- Ab jetzt geht’s aber abwärts, weil Lokalrivale Blau-Weiß Linz mindestens genauso ahnungslos ist, warum man nach nur vier Siegen in 23 Spielen immer noch die Chance auf den Klassenerhalt hat. Wer mit so einer Serie unkapputbar erscheint, geht nicht unter. Good Luck für die letzten neun Runden, in denen jetzt wohl fünf Siege her müssen. Gelänge das, wäre das ein Remake der Auferstehungsgeschichte Jesu.
- Einen ähnlichen Tiefflug, der allerdings schon ein paar Kilometer vor der Landebahn auf den Boden geknallt ist, legten die Black Wings hin. Maßgebliche Änderungen in der (sportlichen) Führungsebene sind vom ganz gut im Clubfauteuil lungernden Präsidenten Nader aber nicht geplant. Glattes Eis verträgt bekanntlich keine Wellen.
- Niederflurig ging’s diese Woche auch in Eferding zu, wo der erste von 20 (+50 optimierten) blitzblauen TramTrains für die Linzer S-Bahn präsentiert wurde. Einsteigen und mitfahren wird man aber erst frühestens 2027 können – und da auch nur auf der bestehenden LILO-Strecke Richtung Eferding. 2032 sollen dann die ersten Züge über die Eisenbahnbrücke rollen – ein gelinde gesagt very sehr optimistischer Zeitplan, der vermutlich eher einem möglichen Spatenstich im Wahljahr 2027 denn der Realität geschuldet sein dürfte.
- Lustiger wird es in Linz erst in einigen Wochen, wenn Ende April der Urfahraner Jahrmarkt beginnt. Vier neue Fahrgeschäfte kommen – etwa das „Lach+ Freuhaus“ vom Oktoberfest. Dazu dauert der Markt heuer zwei Tage länger. Bleibt zu hoffen, dass die jährlich anziehenden Preise die Mundwinkeln nicht flugs wieder nach unten drücken. Schönes Wochenende!
Der LINZA Wochenkommentar#01 zum Nachhören:



























