111 Anwärter sollen sich laut Krone für den Job des Linzer Flughafendirektes beworben haben. Die Aufgabe wird eine große Herausforderung: Das Unternehmen schreibt seit fünf Jahren satte Verluste, zuletzt mussten Stadt und Land als Eigentümer 8 Millionen € zuschießen, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten.
Das Auswahlverfahren wird von einem externen Personalberatungsunternehmen begleitet. Dass die Politik schleunigst raus muss aus dem Airport, zeigt einmal mehr die Zusammenstellung der Hearingkommission, sie besteht aus (großteils politischen) Vertretern des Landes OÖ und der Stadt Linz. Letztere entsendet u.a. den roten Finanzdirektor Christian Schmid und die schwarze Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, Marie-Louise Schnurpfeil – beides absolute Nicht-Experten der Luftfahrt.
Der Vertrag des seit 2018 im Amt befindlichen und leider sehr glücklosen aktuellen Direktors Norbert Draskovits läuft mit Jahresende aus, er wird seinen Platz aber wohl zur Jahresmitte räumen müssen. „Weil wir schon mal 800.000 Passagiere hatten, sollte diese Zahl auch wieder möglich sein, davon gehe ich aus“, so Draskovits 2018 noch recht optimistisch im LINZA-Talk – geworden sind es zum Ende seines Vertrages nur mehr etwas mehr als 200.000 Fluggäste.
2018 waren es mit 46 Bewerbern nur halb so viele wie heute, Draskovits ging damals mit großen politischen Vorschusslorbeeren in sein Amt. Er entsagte sich in weiterer Folge den politischen Begehrlichkeiten kaum – bis zuletzt gab (es auf mutmaßlichen Befehl von „oben“) großzügige Sponsorings an den „roten“ FC Blau-Weiß Linz und den „schwarzen“ LASK…
Titelfoto: Linz Airport



























