Mit der Präsentation des ersten TramTrain-Fahrzeugs in Eferding hat das ambitionierte Regional-Stadtbahn-Projekt für Oberösterreich einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Das moderne Hybrid-Fahrzeug, das nahtlos als Straßenbahn in der Stadt und als S-Bahn im Umland verkehren kann, markiert den Beginn intensiver Testfahrten auf der Linzer Lokalbahn (LILO). Bei positivem Verlauf der Prüfungen und zügigem Genehmigungsverfahren soll der fahrplanmäßige Einsatz spätestens 2027 starten. In einer ersten Tranche wurden vom Land OÖ 20 Garnituren fix bestellt – Kostenpunkt: 100 Millionen Euro.
Was 2020 als gemeinsamer Kraftakt von sechs Verkehrsunternehmen aus Österreich und Deutschland begann, nimmt nun konkrete Form an: Im Rahmen des internationalen Beschaffungskonsortiums hat die landeseigene Schiene OÖ 20 TramTrain-Fahrzeuge beim Schweizer Hersteller Stadler Rail bestellt, mit Option auf weitere 50 für das Regional-Stadtbahn-Projekt Linz. Die ersten Garnituren werden auf der Strecke der Linzer Lokalbahn Richtung Eferding eingesetzt, ab 2033 sollen die TramTrains dann auch auf der S6 über die Eisenbahnbrücke rollen.
Die Fertigung erfolgt in modernster Bauweise im Stadler-Werk in Valencia/Spanien. Das Gesamtprojekt umfasst weltweit über 500 Fahrzeuge und ein Auftragsvolumen von mehr als vier Milliarden Euro – dank Skaleneffekten profitieren alle Partner von günstigeren Konditionen und langfristiger Verfügbarkeit.

Das erste Fahrzeug im Regional-Stadtbahn-Design steht nun in Eferding bereit: Hier startet eine umfassende Testphase in Kooperation mit dem Verkehrsverbund OÖVV, Stern & Hafferl Verkehr, den ÖBB und den österreichischen Behörden. Auf dem Programm stehen technisch anspruchsvolle Prüfungen wie Hebe- und Aufgleisversuche (Simulation eines Entgleisens und Wiederaufgleisen), Bremsmessfahrten, Not- und Zwangsbremsmanöver, Funktionschecks der WC-Anlagen sowie Tests zur Ver- und Entsorgung, Störstrommessungen und elektromagnetische Verträglichkeit.
Landeshauptmann Thomas Stelzer betonte die Bedeutung des Moments: „Die Präsentation des ersten TramTrain-Fahrzeugs ist ein sichtbarer Meilenstein für die Regional-Stadtbahn und für die Zukunft der Mobilität in Oberösterreich. Mit dem neuen TramTrain wird sichtbar, was die Regional-Stadtbahn sein wird: eine moderne, schnelle und komfortable Verbindung zwischen Stadt und Region.“

Mobilitäts-Landesrat Günther Steinkellner unterstrich den konkreten Fortschritt: „Die Ankunft des ersten TramTrains markiert einen zentralen Meilenstein für das Regional-Stadtbahn-Projekt und für die Mobilität in Oberösterreich insgesamt. Mit diesem Fahrzeug bringen wir modernste Technik auf die Schiene und schaffen eine attraktive, barrierefreie und nachhaltige Alternative für den Öffentlichen Verkehr.“
„Die Präsentation der ersten TramTrains markiert einen echten Meilenstein für unsere Stadt und ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer großen Öffi-Offensive.“
Martin Hajart
Der Linzer Vizebürgermeister und Verkehrsreferent Martin Hajart sagt: „Die Präsentation der ersten TramTrains markiert einen echten Meilenstein für unsere Stadt und ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer großen Öffi-Offensive. Mit diesem innovativen Verkehrsmittel schaffen wir eine direkte, leistungsfähige Verbindung zwischen Stadt und Umland – ohne Umsteigen, komfortabel und zukunftsorientiert.
Sonja Wiesholzer, Geschäftsführerin der Schiene OÖ: „Die Präsentation des ersten TramTrain-Fahrzeugs ist ein starkes Signal für den Fortschritt des Regional-Stadtbahn Projekts. Dieses Fahrzeug steht für Verlässlichkeit, Komfort und technologische Innovation – und zeigt, was möglich wird, wenn Planungsqualität, moderne Fahrzeugtechnik, Ingenieur-Know-how und ein klares Zukunftsbild zusammenkommen.“
Die TramTrains sollen zunächst die bestehenden Fahrzeuge auf der LILO-Strecke ersetzen und damit den Grundstein für umsteigefreie, schnelle Verbindungen zwischen Linz und dem Umland legen. Das Projekt verspricht nicht nur höhere Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs, sondern auch einen Beitrag zu Klimaschutz, Wirtschaftsstärke und Lebensqualität in der Region. Die intensive Testphase in den kommenden Monaten wird zeigen, ob der Zeitplan gehalten werden kann – die Vorfreude auf die erste reguläre Fahrt 2027 ist bereits spürbar groß.




























