Oberösterreich steht im Schuldenvergleich der Bundesländer bemerkenswert gut da. Rechnet man die Schulden von Land und Gemeinden zusammen, kommt OÖ 2025 auf lediglich 3.336 Euro pro Einwohner. Nur Tirol liegt mit 3.285 Euro noch knapp darunter. Der Österreich-Schnitt beträgt bereits 6.311 Euro.
Besonders auffällig ist der Vergleich mit der wirtschaftlich ähnlich strukturierten Steiermark: Dort beträgt die Verschuldung 8.611 Euro pro Kopf – österreichweit der höchste Wert und mehr als das 2,5-Fache von Oberösterreich. Insgesamt kommen Land und Gemeinden in der Steiermark auf rund 11 Milliarden Euro Schulden, während OÖ trotz größerer Bevölkerung auf nur rund 5,1 Milliarden Euro kommt.
Auch bei den reinen Landesschulden geht die Schere auseinander: Oberösterreich kam Ende 2025 auf 2,649 Milliarden Euro, die Steiermark bereits auf 7,431 Milliarden Euro. Seit 2023 stieg der Wert in OÖ von 2,365 Milliarden um rund 12 Prozent, in der Steiermark hingegen von 5,708 auf 7,431 Milliarden – ein Plus von gut 30 Prozent.
Und die Aussichten für die Steiermark bleiben angespannt: Der dortige Landesrechnungshof warnt, dass allein die Landesschulden bis 2029 auf mehr als zehn Milliarden Euro steigen könnten.














