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„Die Landwirtschaft verdient an einem Kilogramm Brot lediglich 25 Cent“

Landesrätin Michela Langer-Weninger im LINZA Talk

25. Januar 2026
in Land, Linz, Politik
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Ohne die Landwirtschaft stünde in Oberösterreich und wohl auch Linz alles still. Der Eigenversorgungsgrad mit Milch und Fleisch liegt teils bei über 100 Prozent, beim Gemüse sind es 55 Prozent, berichtet Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger im LINZA-Talk über das Agrarbundesland Oberösterreich.

Oberösterreich ist nicht nur ein Industriebundesland, sondern immer noch stark von der Landwirtschaft geprägt. Welche Rolle spielt die Landwirtschaft heute noch in unserem Bundesland?
In Oberösterreich sichern 29.000 Bauernfamilien täglich die Versorgung der Bevölkerung. Somit ernährt ein Hof rund 120 Menschen und bewirtschaften im Schnitt 22 Hektar Land. Rund 100.000 Jobs hängen direkt oder indirekt an der Land- und Forstwirtschaft. Damit ist Landwirtschaft nicht nur Ernährungsgrundlage, sondern auch wirtschaftliche Basis in OÖ.

Genießt die heimische Landwirtschaft eigentlich das Ansehen, das ihr zusteht? Vieles, was dort geleistet wird, passiert ja unter dem Radar der Öffentlichkeit.
Die heimische Landwirtschaft genießt laut Umfragen ein hohes Maß an Vertrauen. Gleichzeitig werden ihre vielfältigen Leistungen oft als selbstverständlich angesehen. Dabei sorgen unsere Bäuerinnen und Bauern nicht nur täglich für hochwertige Lebensmittel, sondern leisten auch einen unverzichtbaren Beitrag zur Pflege unserer Kultur- und Almlandschaf sowie zum Umwelt- und Naturschutz.

„Die Landwirtschaft verdient an einem Kilogramm Brot lediglich 25 Cent – oder anders gesagt: Von 100 Euro entlang der Wertschöpfungskette bleiben nur vier Euro am Bauernhof.“

Um es an ein paar Fakten festzumachen: Wie hoch ist der Eigenversorgungsgrad in (Ober)Österreich mit Lebensmitteln?
Das hängt stark vom jeweiligen Produktsektor ab. Bei Milchprodukten oder Schweinefleisch liegt unser Selbstversorgungsgrad über 100%, während wir im Obst- und Gemüsebau etwa 33 % bzw. 55 % abdecken.

Bio-Lebensmittel sind gerade im urbanen Gebiet immer gefragter, auch Sie sind eine praktizierende“Bio-Bäuerin. Der Anteil von Bio-Lebensmitteln in Österreich erreichte 2024 einen Höchstwert von rund 13 % der Einkäufe. Wie sieht die Situation bei den Produzenten in OÖ aus?
In OÖ wirtschaften derzeit gut 4.600 Bauern nach den Grundsätzen des biologischen Landbaus. Das sind rund 20 Prozent aller bäuerlichen Familienbetriebe. Der Anteil der biologisch bewirtschafteten Fläche in Oberösterreich beträgt mittlerweile 19 Prozent. Insgesamt werden in Oberösterreich an die 94.000 Hektar biologisch bewirtschaftet. Bio-Hochburg ist dabei das Mühlviertel.

„In OÖ wirtschaften derzeit gut 4.600 Bauern nach den Grundsätzen des biologischen Landbaus. Das sind rund 20 Prozent aller bäuerlichen Familienbetriebe.“

Die Ein- und Verkaufspreise sind in Krisenzeiten ein ganz besonderes Thema. Wie sehr leiden die Produzenten unter diesem Preisdruck?
Steigen die Preise im Regal, bleibt am Ende des Tages dennoch nicht mehr Geld bei den Bäuerinnen und Bauern übrig. Zusätzlich verschärfen Rabattschlachten die Situation, da sie meist auf dem Rücken der Produzentinnen und Produzenten ausgetragen werden. So verdient die Landwirtschaft beispielsweise an einem Kilogramm Brot lediglich 25 Cent – oder anders gesagt: Von 100 Euro entlang der Wertschöpfungskette bleiben nur vier Euro am Bauernhof.

Würden Sie heute – unter all den schwierigen Voraussetzungen – wieder Bäuerin werden wollen – oder kann man das noch jemandem empfehlen?
Definitiv ja. Natürlich gibt es viele Herausforderungen, die uns in der Landwirtschaft beschäftigen. Dennoch ist der Beruf der Bäuerin bzw. des Bauers ein wunderschöner. Wo sonst findet man einen so vielfältigen und abwechslungsreichen Beruf, den man direkt in und mit der Natur ausüben kann?

Besonders beliebt bei Städtern sind die Direktvertriebsstellen am Stadtrand. Sehen Sie hier noch mehr Potenzial?
Potenzial gibt es hier natürlich immer. Gerade mit Initiativen wie dem Genussland Oberösterreich arbeiten wir daran, die Produktvielfalt unserer Produzentinnen und Produzenten noch stärker vor den Vorhang zu holen. Das Angebot reicht dabei vom klassischen Bauernhofbrot über hochwertigen Tafelsenf bis hin zu heimischen Garnelen.

„Für Teile der Wirtschaft mag Mercosur eine Möglichkeit zu ehr Wirtschaftswachstum sein. Doch die Landwirtschaft steht mit dem Abkommen vor großen Herausforderungen.“

Die Bauernschaft sieht sich enormen Herausforderungen gegenübergestellt. Speziell rund um das eben unterzeichnete Mercosur-Abkommen gab es Bedenken. Ist das Abkommen vertretbar?
Für Teile der Wirtschaft mag Mercosur eine Möglichkeit zu ehr Wirtschaftswachstum sein. Doch die Landwirtschaft steht mit dem Abkommen vor großen Herausforderungen. In Österreich produzieren unsere bäuerlichen Familienbetriebe unter höchsten Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsstandards, die bei vielen Handelspartnern nicht gelten. Das führt zu unfairen Wettbewerbsbedingungen und setzt unsere Landwirtschaft massiv unter Druck. Es braucht daher Wettbewerbsgleichheit und Transparenz.

Auch die Feuerwehren und der Katastrophenschutz fällt in Ihr Ressort. Speziell den Feuerwehren kommt im Krisenfall eine ganz besondere Bedeutung zu. Wie gut ist Oberösterreich bei den Florianijüngern aufgestellt?
Unser Feuerwehrsystem ist einzigartig. Wir können uns auf 95.000 freiwillige Florianis verlassen – ehrenamtlich, hervorragend ausgebildet und rund um die Uhr einsatzbereit, nicht nur, wenn es in den Kalender passt. Das verdient größten Respekt und Anerkennung.

Wie man kürzlich in Berlin gesehen hat, sind großflächige Blackouts in urbanen Gebieten keinesfalls Utopie. Ist das Bewusstsein darüber bei uns genügend ausgeprägt? Viele halten einen Blackout nach wie vor für unvorstellbar.
Blackout ist kaum für jemanden vorstellbar und dennoch ein realistisches Szenario. Die Eigenvorsorge in den Haushalten darf daher nicht vernachlässigt werden. Wer heute in haltbare Lebensmittel, Wasser, ein Notfall-Radio, Taschenlampe, Medikamente und Hygiene-Artikel investiert, sitzt morgen nicht hungrig, unvorbereitet und abgeschnitten von der Außenwelt im Dunkeln.

Titelfoto: Hermann Wakolbinger

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