Wie geht’s mit der geplanten Linzer Ostumfahrung weiter? Fix ist: Die Stadt steht (wie die Mehrheit der Bevölkerung) weiter nahezu geschlossen gegen die vom Land OÖ geplanten Trasse durch den Linzer Süden. Bürgermeister Dietmar Prammer will auf LINZA-Nachfrage die Pattsituation nun durchbrechen und kündigte an, das Gespräch mit Infrastruktur-Landestrat Steinkellner zu suchen.
Ziel sei es, eine neue Trasse, die nicht mitten durch Ebelsberg führt, auf den Weg zu bringen. Varianten dazu wären vorhanden. Der Zeithorizont für eine etwaige Fertigstellung dieses Landes-/Bundesprojekts ist jedenfalls enorm: Frühestens in 20-30 Jahren würden wohl erste Autos über die Osttangente, für es aktuell nicht viel mehr als grobe Trassenplanungen gibt, rollen.
INFO
Die Linzer Ostumfahrung (ehemals als Teil einer geplanten Autobahnverbindung diskutiert) wurden im Laufe der Jahre verschiedene Planungskonzepte und Trassenbereiche untersucht. Das Projekt zielt darauf ab, den Transitverkehr aus dem Norden (S10) östlich an Linz vorbeizuleiten und im Süden wieder an das Autobahnnetz (A1/A7) anzubinden.
Die geplante Autobahn umfasst im Kern eine rund 13,5 km lange Trasse durch den Pfenningberg, Steyregg und den Linzer Süden, mit wesentlichen Tunnel- (6,4 km) und Brückenabschnitten (2,9 km). Diese Variante zielt auf eine Entlastung der Voestbrücke und des Linzer Südens ab.
Die vom Land OÖ favorisierte Variante führt von der A7 (Bereich Treffling/Auhof) durch den Pfenningberg, Steyregg, über die Donau, durch die Traunauen und den Schiltenbergwald zur A1 bei Ebelsberg. Weitere untersuchte Korridore: In der Planungsphase wurden verschiedene Varianten geprüft, darunter stadtnahe Optionen ab Mittertreffling oder Auhof sowie Varianten über Schweinbach/Gusental/Abwinden/Enns. „Hafenautobahn“: Als ergänzende Idee wurde eine Abzweigung von der A7 bei Dornach ins Hafenviertel diskutiert.
Fotos: Zoe Goldstein, Land OÖ



























