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Post City statt Grünland-Zerstörung?

9. April 2024
in Klima, Politik
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Es klingt in der Tat absurd: 100.000m2 Grünland sollen bei der Kepler Uni in neues Bauland umgewidmet werden. Das betroffene Areal erfüllt aber neben Grünraum und Naherholung eine besonders wichtige Funktion: Es sorgt für die Kühlung und Durchlüftung des gesamten Stadtteils. Klima-Stadträtin Eva Schobesberger bringt mit dem PostCity-Areal einen neuen Standort ins Spiel – und will so den Grünraum retten.
Die nördliche des Areals geplante Digitaluni wird zum Anlass genommen, um insgesamt Verbauungen im großen Stil, auch für Betriebsansiedelungen einzuleiten. Bei der Letztinformation im Stadtsenat war von Flächen im Ausmaß von rund 100.000m2, die in neues Bauland umgewidmet werden sollen, die Rede.
„Noch unverständlicher sind die Planungen, wenn man bedenkt, dass mit dem Post City Areal beim Bahnhof Flächen vorhanden sind, die dringend Investoren benötigten. Hier wäre reichlich Platz vorhanden, ohne Grünraum zu zerstören. Außerdem könnte hier die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz nicht besser sein“, sagt Klima-Stadträtin Eva Schobesberger.
Kritik kommt auch von der FPÖ: „Die von Infrastrukturstadtrat Dietmar Prammer präsentierten Baupläne zum Univiertel werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Die gezeigten schönen Renderings aus verschiedenen Weltstädten lassen wesentliche Details offen – insbesondere, was konkret im Univiertel geplant ist und welches Ausmaß an Grünfläche dafür geopfert werden soll. Es wird bereits gemunkelt, dass vier bis fünf Hektar des Linzer Grüngürtels diesem Projekt zum Opfer fallen könnten. Diesen Plan lehnen wir Freiheitliche entschieden ab“, so FPÖ Linz-Boss Michael Raml. „Es kann nicht sein, dass wir Millionen von Steuergeldern für provisorische Baumbepflanzungen in der Innenstadt ausgeben und gleichzeitig die echte Linzer Natur zerstören. Einer solchen Politik fehlt definitiv der Hausverstand. Das Univiertel muss mit viel Augenmaß entwickelt werden, denn die negativen Auswirkungen des zu schnellen Bauwachstums im Süden der Stadt ernten wir tagtäglich in Form von Verkehrsstaus. Statt sich um eine Lösung dieser Probleme zu kümmern, bemüht sich die Linzer SPÖ, die gleiche Problematik auch in den Linzer Norden ins Universitätsviertel zu bringen.“
Über die Klimahauptstadt Linz zu sprechen und gleichzeitig unser Grünland hektarweise zu zerstören, schaffe offensichtlich nur die Linzer SPÖ. Raml appelliert an alle Gemeinderatsparteien, allen Bauvorhaben, die eine derartige großflächige Zerstörung des Linzer Grünlandes verantworten, ein klares Nein zu erteilen.
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