Die Sozialhilfe-Zahlen gehen deutlich zurück – doch ein Detail sorgt für politischen Zündstoff: 905 österreichischen Beziehern stehen aktuell 1.059 Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft gegenüber. Das sind rund 54 Prozent. Darunter befinden sich 741 Flüchtlinge.
Auch beim Linzer Aktivpass zeigt die längerfristige Entwicklung nach unten: 2015 gab es noch 42.700 Aktivpässe, Ende 2025 waren es 24.963 – ein Rückgang um mehr als 40 Prozent binnen zehn Jahren. 2026 wurden bis zum 3. September bereits 19.958 Aktivpässe beantragt; ein endgültiger und direkt vergleichbarer Jahreswert liegt noch nicht vor.
FPÖ-Sozialsprecher Peter Stumptner sieht dennoch Handlungsbedarf: Sozialhilfe müsse jene auffangen, die sie tatsächlich brauchen. Gleichzeitig müsse sich Arbeit immer lohnen und Sozialmissbrauch konsequent bekämpft werden.

Positiv ist die aktuelle Entwicklung bei den Kosten: Die städtischen Ausgaben sanken im 2. Quartal 2026 gegenüber dem zweiten Quartal 2025 von rund 2,4 auf 2,25 Millionen Euro. Das sind etwa 150.000 Euro weniger bzw. ein Minus von 6,25 Prozent. Auch bei den jährlichen Gesamtausgaben zeigt sich längerfristig eine Entspannung: Nach 12,38 Millionen Euro im Jahr 2021 sanken die Linzer Sozialhilfe-Ausgaben auf 10,20 Millionen im Jahr 2022, 9,91 Millionen 2023 und 9,83 Millionen Euro 2024; 2025 stiegen sie allerdings wieder leicht auf rund 10,4 Millionen Euro.
















