Oberösterreich ist ein echtes Jägerland, das belegen aktuelle Zahlen von Statistik Austria: Rund 21.400 gültige Jahresjagdkarten gibt es im Land, dazu wurden mehr als 160.000 Stück Wild innerhalb des Jagdjahres 2025/26 erlegt. Besonders beim Rehwild, bei Hasen, Fasanen und Wildenten zählt Oberösterreich zu den großen Jagdländern der Republik.
Die neue Jagdstatistik 2025/26 der Statistik Austria zeigt, wie bedeutend die Jagd in Österreich tatsächlich ist. Bundesweit wurden innerhalb eines Jagdjahres rund 690.500 Stück Haar- und Federwild erlegt. Österreichweit gibt es außerdem rund 139.600 gültige Jahresjagdkarten – innerhalb von zehn Jahren ist deren Zahl um 13,7 Prozent gestiegen.
Auch die Autofahrer sind erschreckend „erfolgreiche“ Jäger: 2025/26 waren es rund 140.300 Tiere, die durch Straßenverkehr, Krankheiten oder andere Ursachen verendeten.
Oberösterreich: Mehr als 160.000 Abschüsse
Besonders „schussgewaltig“ fällt die Bilanz in Oberösterreich aus. Addiert man die von Statistik Austria erfassten Wildarten, kommt OÖ im Jagdjahr 2025/26 auf rund 161.150 Abschüsse – davon knapp 130.000 Stück Haarwild und mehr als 31.000 Stück Federwild. Damit entfällt beinahe jeder vierte österreichische Abschuss auf Oberösterreich.
Unangefochtene Nummer eins ist dabei das Reh: 83.142 Stück Rehwild wurden in Oberösterreich erlegt. Zum Vergleich: In der Steiermark waren es 53.910, in Niederösterreich 84.252.
Auch andere Zahlen zeigen die Dimension der heimischen Jagd: In OÖ wurden unter anderem 23.656 Hasen, 18.504 Fasane, 9.452 Wildenten, 6.600 Füchse, 5.425 Marder, 4.162 Stück Rotwild und 2.209 Wildschweine geschossen. Bei Hasen liegt Oberösterreich sogar mit großem Abstand an der Spitze der Bundesländer.
Rund 21.400 Jagdkarten in OÖ
Und es gibt auch entsprechend viele Menschen, die der Jagd nachgehen. Der OÖ Landesjagdverband weist (für 2024/25) 21.401 gültige Jahresjagdkarten sowie rund 1.100 Jagdgastkarten aus. Damit besitzt – grob gerechnet – etwa jeder 70. Einwohner Oberösterreichs eine Jahresjagdkarte.
Österreichweit waren es 2025/26 rund 139.600 Jahresjagdkarten. Bemerkenswert ist die langfristige Entwicklung: Während viele traditionelle Vereine und Organisationen über Nachwuchssorgen klagen, ist die Zahl der Jahresjagdkarten österreichweit innerhalb eines Jahrzehnts um 13,7 Prozent gestiegen.
Hinter den großen Abschusszahlen steht allerdings auch eine gesetzlich geregelte Aufgabe. Gerade bei Schalenwild werden Abschüsse revierbezogen geplant und festgelegt. Ziel ist neben Hege, Jagd- und Biotopschutz auch, überhöhte Wildbestände im Interesse von Land- und Forstwirtschaft zu reduzieren.
Foto: Symbolbild KI-generiert

















