Das Jahr 2025 brachte entscheidende Fortschritte im EU-Projekt „LIFE-Boat4Sturgeon“ zur Wiederansiedelung des Störs in der Donau: Die neu errichtete schwimmende Aufzucht-Station für Donaustöre nahm den Betrieb auf, zwei Störarten konnten in der neuen Infrastruktur bereits erfolgreich vermehrt und in großer Zahl ausgewildert werden. Zusammen mit den Besatzzahlen aus den Vorjahren wurde das eigentlich für 2030 avisierte Projektziel von 300.000 besetzten Sterlets u.a. in der Oberen Donau bereits erreicht.
Das Projekt setzt sich für den Erhalt der letzten vier Störarten der Donau ein: Sterlet, Waxdick, Sternhausen und Hausen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Nachzucht und Auswilderung, sondern auch auf der Förderung der natürlichen Fortpflanzung und der Verbesserung der Lebensräume. Nachhaltige Erfolge verspricht sich das Projekt durch ein regelmäßiges Monitoring der Fische. Seit 2018 wird die Sterlet-Population systematisch überwacht. Bislang gab es im österreichischen Donauabschnitt nur mehr im Bereich Aschach eine kleine Restpopulation des Sterlets.

Ein besonderer Erfolg gelang bereits im Herbst 2024: Im Zuge des Monitorings wurden zwölf junge Sterlets in freier Wildbahngefangen, welche aufgrund ihrer Größe entweder von im Frühjahr 2024 ausgewilderten Larven stammen oder erstmals aus einer natürlichen Reproduktion in der Donau.
Mit dem EU-Projekt LIFE-Boat 4 Sturgeon starteten das Landwirtschaftsministerium, viadonau, die Stadt Wien sowie Institutionen aus Ungarn, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Slowakei und Ukraine unter der Leitung der Universität für Bodenkultur Rettungsmaßnahmen.
Schwimmende Aufzuchtstation am Donauufer
Eine wichtige Maßnahme ist der Aufbau einer schwimmenden Fischaufzuchtstation an der Donau in Wien. viadonau stellt das ehemalige Steintransportschiff MS Negrelli, die Fachabteilung Stadt Wien – Wiener Gewässer den Liegeplatz am donauseitigen Ufer der Donauinsel. Innerhalb der Projektlaufzeit sollen bis 2030 etwa 1,6 Millionen Störe auf dem Schiff nachgezüchtet und Jungtiere in unterschiedliche Donauabschnitte ausgewildert werden und somit zum Erhalt der genetischen Vielfalt beitragen.

























