Sie sorgten 2021 für Begeisterung, die ersten Renderings zur Neugestaltung des Bahnhofsviertels zwischen Hauptbahnhof, Unionstraße und Wienerstraße. Als Zentrum sollte direkt bei der Unionkreuzung der 2.000 m² große WIENER PLATZ entstehen – mit Steinflächen und einer brunnenartigen Wasseranlage, aber wenig Grünfläche. 2023 hätte mit der Bebauung des gesamten, fast 16.000 m² großen Areals begonnen werden sollen, aber das Projekt zog sich dahin. Jetzt dürfte es einen Durchbruch gegeben haben, ein Baustart für 2028 scheint möglich.
Südlich des Linzer Hauptbahnhofes im Bereich Wiener Straße/Unionkreuzung wird in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil entstehen. Auf Basis eines 2018 durchgeführten städtebaulichen Wettbewerbes wurden damals Detailplanungen in Form des städtebaulichen Leitbildes öffentlich. Das Projekt war lange blockiert, weil das Areal zwei Eigentümer hatte: Rund 14.700 m² gehörten den ÖBB, etwa 1.100 m² der GMK Immobilien GmbH. Eine gemeinsame Entwicklung scheiterte ebenso wie ein zunächst geplanter Verkauf des GMK‑Anteils entlang der Wiener Straße – die Preisvorstellungen lagen zu weit auseinander. Im Herbst 2025 kam schließlich Bewegung in die Verhandlungen, berichten die OÖN. Die ÖBB kauften das Grundstück um 3,38 Millionen Euro, was den Weg für eine gemeinsame Entwicklung ebnete.

Die derzeit großteils brachliegende Fläche weist durch ihre gute Erreichbarkeit und die Lage nahe der Innenstadt ein großes Entwicklungspotential auf und bietet beste Voraussetzungen für eine hochwertige Bebauung. Durch eine bewusst gemischte Nutzungsstruktur (Wohnen, Büro, Einzelhandel, Gastronomie, Werkstätten, Hotel) soll der künftige Stadtteil belebt werden und durch seine attraktiven öffentlichen Freiräume auch für die Anrainer ein Qualitätsgewinn sein.
Gebäudehöhen orientieren sich an der Umgebung
Bereits 2020/21 wurden die bestehenden ÖBB-Gebäude abgebrochen. Hier sollen drei Baukörper und ein rund 2.000 m² großer öffentlicher Platz, der „Wiener Platz“, direkt an der Unionkreuzung entstehen. Die Gebäudehöhen orientieren sich nach den damaligen Planungen an der Umgebung, weshalb Hochhäuser kein Thema sind. Die Bebauung hat großteils sechs Geschoße (20 Meter) und weist zwei Hochpunkte mit zehn Geschoßen (35 Meter) auf.

Gewinnerprojekt „spaziozero atelier“ ausgewählt
Bereits 2018 wurden für das Areal die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerb EUROPAN im Architekturforum Oberösterreich präsentiert. Für die Umsetzung wurde von den ÖBB-Immobilien und der Stadt Linz das Gewinnerprojekt der Architekten „spaziozero atelier“ ausgewählt. Dieses zeigt, dass in der Stadt von morgen auch verträgliche produktive Nutzungen wie Werkstätten Platz finden können. 2019 wurden dann verbleibende Mieter umgesiedelt und eine Bodenuntersuchung durchgeführt.
Städtebauliches Leitbild und Qualitätskriterien-Handbuch
2020 wurden die Wettbewerbsgewinner gemeinsam mit den Linzer X-Architekten mit der Erstellung eines städtebaulichen Leitbildes und eines Qualitätskriterien-Handbuchs beauftragt. Auf Basis des Wettbewerbsprojektes wurde ein detailliertes Projekt erarbeitet, welches den städtebaulichen, technischen und organisatorischen Anforderungen der Stadt Linz, der Linz AG und den ÖBB sowie allen gesetzlichen Normen entspricht. Darüber hinaus wurden in einem Handbuch städtebauliche Qualitätskriterien definiert, die bei der Umsetzung eine hochwertige Gestaltung garantieren sollen. 2028 soll der Baustart erfolgen.

























