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    Aufstiegsfrage (fast) geklärt: In der neuen zweiten Fußball-Bundesliga winken brisante Derbys

    10. Mai 2018
    in Sport
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    Endlich nimmt auch die ab dem Sommer auf 16 Klubs aufgestockte zweithöchste Spielklasse im heimischen Fußball Formen an. Und so wie es aussieht, kommt da eine ganz passable Mischung zustande. Auch ein neuer TV-Partner ist mit an Bord. Spannend aus OÖ-Sicht: Gleich drei Teams aus dem Land ob der Enns dürften mit dabei sein, das verspricht jede Menge Derbys. Die hungrigen Kicker von Vorwärts Steyr könnten dabei sogar dem „großen“ FC Blau-Weiß Linz den Rang ablaufen – die Linzer dürften mit einem um etwa 30 Prozent gekürzten Budget in die neue Zweite Liga gehen. Was vor allem zu denken geben sollte: Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte man den LASK noch im Blickfeld, mittlerweile liegen Universen zwischen Blau-Weiß und Schwarz-Weiß….

    Die Jammerphase über die Ligenreform im heimischen Fußball scheint vorbei zu sein, so etwas wie Optimismus macht sich breit. Mit BW Linz, den FC Juniors OÖ und Vorwärts Steyr werden in der neuen Zweiten Liga wohl drei Teams aus unserem Bundesland mit dabei sein – speziell bei den Duellen zwischen Linz und Steyr wird da wohl nicht nur die Luft brennen. In der Regionalliga Ost segeln die ambitionierten Amstettner ebenfalls auf Aufstiegskurs – auch Begegnungen gegen diese Klubs dürften für Blau-Weiß (64km) und Vorwärts Steyr (43km) unter dem Titel „Lokalderby“ laufen. Mit Austria Wien (auch wenn’s nur die Amateure sind) und Austria Klagenfurt rücken wahrscheinlich zwei weitere Traditionsklubs in die neue 16er-Liga auf.

    Auch ein neuer TV-Partner wurde gefunden: LAOLA1 hält ab Sommer für vier Jahre exklusiv die kompletten audiovisuellen Medienrechte sowie umfassende Vermarktungsrechte an der Zweiten Liga. Insgesamt werden 60 Free-TV Spiele live übertragen – das sind zwei pro Runde. Dazu kommen noch Live-Streaming und diverse Online-Angebote – klingt vielversprechend. Wir haben uns die (möglichen) drei OÖ-Teilnehmer der neuen Zweiten Liga mal genauer angeschaut:

    Blau-Weiß Linz: weiter im Tal der Tränen oder endlich Turnaround?
    Aus OÖ-Sicht wird spannend sein, ob es der seit zwei Jahren relativ erfolgsbefreit werkelnden Vereinsführung des FC Blau-Weiß Linz gelingt, den Turnaround zu schaffen. Es wird nicht reichen, die Schuld für den Dauer-Misserfolg ständig auf die (zweifellos mit zu wenig Klasse behafteten) Spieler abzuladen. Speziell Sportvorstand David Wimleitner ist gefordert, verantwortet dieser doch die kritisierten Spielertransfers und Trainerverpflichtungen.

    Triste Stimmung im Gugloval: Beim FC Blau-Weiß Linz kann's in der neuen Saison eigentlich nur bergauf gehen.
    Triste Stimmung im Gugloval: Beim FC Blau-Weiß Linz kann’s in der neuen Saison eigentlich nur bergauf gehen.

    Das visionslose Dahinwerkeln des Klubs – etwa im Marketing (das Klubbudget soll in der kommenden Saison um geschätzte 30 Prozent sinken) – färbt auf die Leistungen und den Zuschauerzuspruch ab. Zuletzt waren es nur noch ein paar Hundert, die die Gugl-Betongruft „füllten“. Wann, wenn nicht in der neuen 16-er Liga wäre der ideale Zeitpunkt, auf ein kleines, aber feines renoviertes Donauparkstadion als neue Heimstätte hinzuarbeiten – mit einer Step-by-step Renovierung, so wie es OÖ-Ligist Donau Linz mit seiner Heimstätte in den letzten Jahren vorgezeigt hat? Mit dem Einzementieren im Linzer Stadion und den ständigen Schuldzuweisungen auf andere wird der Klub auf Dauer das Bleiben, was er seit geraumer Zeit: eine in sich geschlossene Gruppe, die in der eigenen Selbstzufriedenheit badet.

    Vorwärts Steyr-Erfolgscoach Gerald Scheiblehner. (Foto: Bota)
    Vorwärts Steyr-Erfolgscoach Gerald Scheiblehner. (Foto: Bota)

    Vorwärts Steyr: Auch kleine Schritte führen zum Ziel
    Sensationell, was die Rotjacken aus Steyr in den letzten Jahren vollbrachten: Nach dem Neustart in der achthöchsten (!) Spielkasse im Sommer 2001 stehen die Eisenstädter jetzt wieder (fast) fix in der zweiten Bundesliga – und das ziemlich unaufgeregt. Ein junger Trainer, eine bodenständige Mannschaft, ein eigenes echtes Fußballstadion (das zugegebenermaßen da und dort ein bisschen quietscht) und fernab jeder Großmannssucht hat man sich mit ehrlicher Arbeit zurückgekämpft. Und es wäre wohl kein allzugroßes Wunder, würden sich die Steyrer am Ende der neuen Saison sogar vor dem „großen“ FC Blau-Weiß Linz platzieren. In der Fangunst ist diese Wachablöse bereits vollzogen – im letzten direkten Heimspielvergleich zogen die Steirer mit 1.350 fast doppelt so viele Fans an wie die lustlosen Linzer (721).

    FC Juniors OÖ
    Aus dem (wahrscheinlichen) dritten OÖ Klub in der neuen Ersten Liga wird ein komplett eigenständiger Verein – so weit das überhaupt möglich ist, denn natürlich steht der LASK auch weiterhin hinter seiner (ehemaligen) Amateurtruppe. Sonst wird es wird wohl nur schwer gelingen, auch bei den Fans eine entsprechende Rolle einzunehmen. Sportlich ist dem (wohl erneut sehr jungen) Team aber durchaus einiges zuzutrauen…

     

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