KPÖ-Gemeinderat Roth-Schmida bringt Resolution ein – und fordert die fordert Rückkehr echter Intercity-Züge auf der Strecke zwischen der zweit- und drittgrößten Stadt Österreichs.
Trotz jahrzehntelanger Bauarbeiten, milliardenschwerer Investitionen und immer neuer Ankündigungen hat sich die Bahnverbindung zwischen Linz und Graz seit 20 Jahren nicht verbessert – sie hat sich sogar deutlich verschlechtert. Die Fahrzeit zwischen Oberösterreichs und der Steiermark zweit- bzw. drittgrößter Stadt liegt heute bei etwa 3 Stunden und 11 Minuten – rund 20 Minuten länger als noch Anfang der 2000er Jahre.

KPÖ-Gemeinderat Michael Roth-Schmida will den seit Jahren anhaltenden Stillstand in der kommenden Gemeinderatssitzung nicht länger hinnehmen und bringt eine Resolution ein, die die ÖBB zum sofortigen Handeln auffordern soll.
InterRegio als „Mogelpackung“?
Mit dem Fahrplanwechsel Dezember 2025 haben die ÖBB die neue Zugkategorie InterRegio auf der Pyhrnstrecke eingeführt – und gleichzeitig den klassischen Intercity ersatzlos gestrichen. Für die Fahrgäste würde das deutliche Verschlechterungen bedeuten, so Roth-Schmida. „Die aktuelle Fahrzeit von 3:11 Stunden entspricht „eher einem gut getarnten Regionalexpress als einer ernsthaften Fernverkehrsverbindung“. Mit den bereits fertiggestellten Ausbauten auf der Pyhrnstrecke wären bereits heute Fahrzeiten um 2:45 Stunden realistisch – diese würden aber nicht realisiert. Zudem gebe es weniger Sitzplätze pro Zug, einen stark eingeschränkter Gepäckraum, kein verlässliches Reservierungssystem mehr und deutlich weniger Komfort (Sitze, Ausstattung, WC-Situation).
Aktuell gibt es weniger tägliche Zugverbindungen als noch im Vorjahr – bei gleichzeitig deutlich reduzierter Platzkapazität pro Zug. Das Resultat sind regelmäßig überfüllte Züge, fehlende Sitzplätze bereits am Startbahnhof und eine für viele Fahrgäste zur Geduldsprobe werdende Reise.
Resolution fordert klare Kehrtwende
Michael Roth-Schmida, Gemeinderat der KPÖ in Linz, bringt seine Kritik auf den Punkt: „Der vielbeworbene InterRegio ist eine Mogelpackung und ein klarer Rückschritt für die Fahrgäste. Wir brauchen dringend die Wiedereinführung einer leistungsfähigen, schnellen Intercity-Fernverkehrsverbindung zwischen Linz und Graz – mehrmals täglich, mit ausreichend Kapazität, Komfort und verlässlichen Fahrzeiten. Nur so entsteht endlich eine echte, attraktive Alternative zum Auto auf dieser wichtigen Ost-West-Achse.“
Ziel: Die Resolution soll den Druck auf die ÖBB erhöhen, die jahrelang angekündigte Beschleunigung und Qualitätsverbesserung auf der Strecke Linz–Graz tatsächlich für die Kunden spürbar zu machen.




























