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Projekt „Linz will eine Badebucht“ mit breitem Zuspruch

18. November 2016
in Freizeit, Linz
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Eine Facebook-Initiative wünscht sich eine Badebucht für Urfahr. Entstehen soll sie am derzeitigen planierten Bauplatz der Eisenbahnbrücke. In nur zwei Wochen hat die Initiative 1.700 Unterstützer gefunden. Bei einer Umfrage der OÖ Nachrichten sprachen sich über 62 Prozent für das Projekt aus, ein Facebook-Voting bei der Tagszeitung HEUTE ergab sogar eine Zustimmung von 93 Prozent. Wir haben nachgefragt.

22 Kilometer Donau-Uferlinie liegen auf Linzer Stadtgebiet. „Aber nur auf einem knappen Kilometer gibt es einen direkten Zugang zum Wasser, das ist auf jeden Fall ausbaufähig“, sagen die 15 Mitglieder der Initiative „Linz will eine Badebucht“. Entstehen könnte sie beim derzeitigen Bauplatz der neuen Donaubrücke. Derzeit befindet sich dort eine planierte, versiegelte Fläche, die bis 2021 wieder renaturiert werden soll.  Wir haben die Initiative mit den wichtigsten Fragen und Einwänden zum Projekt konfrontiert.

> „Was das wieder kostet!“    
Wegen des Baus der neuen Donaubrücke wurde am geplanten Standort eine versiegelte Fläche errichtet, die nach Ende der Bauarbeiten wieder renaturiert werden muss. „Ob man dort jetzt erneut sehr aufwändig eine Wiese errichtet oder gleich eine Bucht, macht finanziell kaum einen  Unterschied“, so die Initiative.

> „Was soll denn dort überhaupt alles entstehen?“
Aktuell gibt es nur die Projektidee. Bis Frühling 2017 will die Initiative ein Grundkonzept ausarbeiten. „Möglich ist alles, Ideen sind willkommen.“ Ein Bootsverleih, ein Flachwasserbereich, ein Badesteg, ein Sandstrand. „Denkbar wäre auch, den Zufluss zur Donau mit einem Teil der alten Eisenbahnbrücke zu überbrücken.“

> „In der Donau baden? Grauslich!“
Das alte Vorurteil. Das Gegenteil ist der Fall: Die Donau weist eine hervorragende Wasserqualität auf – besser als so mancher kleine Badesee.

> „Wozu eine Badebucht? Es gibt ja eh schon einen Donaustrand am Steinmetzplatzl.“
Auf Linzer Stadtgebiet befinden sich 22 Kilometer Donau-Uferlinie. Nur 900 Meter davon sind an zwei Stellen als Badestrand zugänglich. „Viel zu wenig, es kann gar nicht genug Zugänge zum Wasser geben“, findet die Initiative.

> „Für die paar Badetage im Jahr zahlt sich das doch nicht aus!“
Es geht der Initiative gar nicht alleine ums Baden: „Die Donaubucht soll ein Naherholungsgebiet sein. Zum Relaxen, Spazieren, sicheren Baden mit Kindern, Kraft tanken und im Winter vielleicht zum Eislaufen.“

„Was das wieder alles an Verkehr, Lärm und schreiende Kinder anziehen wird!“
„Falsch: Die Donau-Bucht soll vor allem für die Anrainer da sein – als Ganzjahres-Naherholungsgebiet. Schon alleine wegen der überschaubaren Größe bleibt alles im Rahmen.“ Bester Beweis: „Auch beim neuen Strand am  Steinmetzplatzl gibt es keinen Badetourismus von außerhalb“, so die Initiative.

„Ist eine Cocktailbar oder laute Gastronomie auch geplant?“
„Ein klares Nein“, sagt die Initiative. Die Donaubucht soll eher eine Art Park am Wasser werden. Ein Naturparadies, eine Ruheoase zum Entspannen – ohne Lärm, Musik oder Gastronomie. „Davon haben wir in Linz schon mehr als genug.“

Weitere Informationen zur Initiative gibt‘s unter www.facebook.com/BadebuchtLinz

 

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