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Blau-blauer Doppelpass

16. November 2016
in Politik
Sieben Anträge: Vizebürgermeister Detlef Wimmer (vorne) und Stadtrat Markus Hein

Sieben Anträge: Vizebürgermeister Detlef Wimmer (vorne) und Stadtrat Markus Hein

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Bei der Gemeinderatswahl im September 2015 wurde die Linzer FPÖ zur zweitstärksten Kraft. Während die Blauen im Bund auch mal recht forsch auftreten, wird dem Linzer Spitzenduo Detlef Wimmer / Markus Hein selbst von politischen Gegnern Blumen gestreut. Ein Bilanzgespräch.

27,7 zu 14,8 lautete das prozentuelle Kräfteverhältnis zwischen Schwarz und Blau vor der letzten Gemeinderatswahl. Doch während die FPÖ im September 2015 auf satte 24,9 Prozent zulegte, zerbröselte es die ÖVP auf 20,1 Prozent.
Diese neue Rolle als Nummer zwei in Linz – wie kommt man damit zurecht? „Einfach war das erste Jahr nicht, aber wir haben viel bewegt“, sagt Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein. „Trotz der neuen Herausforderungen und vieler Altlasten, die neu in unser Verantwortungsgebiet dazukamen, sind wir gut gestartet. Es gibt aber noch genug zu tun in Linz, wir werden sicher nicht rasten“, meint Vizebürgermeister Detlef Wimmer.

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Markus Hein (Hintergrund) und Vizebürgermeister Detlef Wimmer von der Linzer FPÖ.

„Gegenwind der anderen Parteien“
Und wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den beiden blauen Stadtsenatsmitgliedern? Hein: „Perfekt, wir sind im Doppelpass der Impulsgeber in Linz. Wir haben etwa die Rücknahme der Samstagnachmittag-Parkgebühren im Alleingang durchgezogen. Auch das Bettelverbot – trotz anfänglichem Gegenwind der anderen Parteien.“ Überhaupt gebe es viele Ideen, die erst brüsk zurückgewiesen werden und dann doch eine Mehrheit finden – wie bei der kürzlich beschlossenen Videoüberwachung in der Bim. Kommt da Genugtuung auf? Hein: „Nein, da geht‘s nicht um Sieger oder Verlierer, das wäre kindisch. Und mit einem Seitenhieb auf die ÖVP: „Wir stehen am Gaspedal, während andere ständig bremsen.“

„Umdenken als einzige Chance“
Hein übernahm bekanntlich das Verkehrsressort, das keiner haben wollte. Nicht wenige hofften, er würde sich dabei einen Bruch heben: „Das ist kein Beliebtheitswettbewerb, man muss auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Damit kann ich gut leben, weil ich weiß, dass die Mehrheit der Linzer hinter den Entscheidungen steht.“ Die Straßen seien am Rand der Kapazität, sagt Hein: „Die einzige Chance ist ein Umdenken bei den Menschen.“

Sparen ohne Giftzähne
Auch der Ordnungsdienst sei so eine Sache gewesen. „Es war ein langwieriger Prozess, aber mittlerweile ist der Ordnungsdienst nicht mehr wegzudenken“ sagt Detlef Wimmer. Auch die mögliche Vergebührung des Jahrmarktgeländes könnte der Ordnungsdienst schupfen, so Wimmer. Letztes Thema: Sparen. Welche Grauslichkeiten werden da noch auf Linz zukommen, Herr Wimmer? „Gar keine, denn wenn wir so wie jetzt überall moderat vorgehen und überlegt an den Stellschrauben drehen, kann man genau diese Giftzähne vermeiden.“

 

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