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    400.000 Euro für ein „Innovationsbüro“ am Linzer Hauptplatz

    14. Dezember 2018
    in Linz
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    Bürgermeister Klaus Lugers Lieblingsthema: der Begriff „Innovation“ – er will Linz will zur Innovationshauptstadt Österreichs machen. Dazu soll in bester Lage am Hauptplatz 31 (im ehemaligen Fotogeschäft Strobl) ein „Innovationsbüro“ mit zwei Mitarbeitern eingerichtet werden. Kostenpunkt: 350.000 Euro pro Jahr plus Einrichtungskosten von 50.000 Euro. Kritiker vermuten dahinter ein reines Eigenmarketingprojekt des Bürgermeisters. Das fragwürdige Projekt verschlingt bis zur nächsten Wahl 2021 über eine Million Euro.

    „Das Innovationsbüro soll sowohl für die Linzerinnen wie auch Unternehmen, Start-Ups, Institutionen sowie Interessierte leicht zugänglich sein. Es leistet wesentliche Beiträge dazu, dass… Innovationspolitiken von Stadt, Land und Interessenvertretungen als in sich stimmiges Paket wirken und die Region im internationalen Wettbewerb voranbringen“, heißt es etwas schwabbelig im dazugehörigen Antrag von Bürgermeister Klaus Luger.

    Als jährliche Gesamtausgaben für das Büro am Hauptplatz werden fast 30.000 Euro pro Monat – knapp 1.000 Euro pro Tag – kalkuliert. Hinzu kommt noch für die Einrichtung ein einmaliger Betrag von 50.000 Euro. In der 35 Quadratmeter großen Liegenschaft am Hauptplatz 31 war bis vor kurzem das Fotogeschäft Strobl untergebracht – und bezahlte dort eine Miete von 1.500 Euro. Da das Gebäude der Stadt Linz gehört, entgehen somit jährliche Mieteinnahmen von 18.000 Euro. Apropos bezahlen: „Soweit eine anderweitige Bedeckung fehlt, erfolgt die Finanzierung der Adaptierung und Einrichtung durch Fremdmittel“, heißt es.

    NEOS-Gemeinderat Felix Eypeltauer
    NEOS-Gemeinderat Felix Eypeltauer

    Einer der größten Kritiker ist Gemeinderat Felix Eypeltauer: „Technische und wirtschaftliche Innovation passiert in der Johannes Kepler Universität, dem Linzer Technikum und unseren Betrieben. Die wissen weit besser wie das geht als der Bürgermeister. Dort hapert es schon an der Bereitschaft für echte politische Innovationen. Hier geht’s in Wirklichkeit um eine sündhaft teure Profilierung der Personenmarke ‚Bürgermeister Klaus Luger‘. Diese Politik ist haarsträubend inkonsequent und damit unglaubwürdig.“ Und ein weiteres Luger-Argument zerpflückt Eypeltauer: „Luger sagt, wir brauchen das Büro als Zugang zur Spitzenpolitik. Wenn er da sich selbst meint, gibt’s diesen Zugang schon jetzt und weit billiger und persönlicher über seine Sekretärin.“

     

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