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Radler kommen in Linz billig davon

23. März 2021
in Freizeit, Linz
Handsome young man using mobile phone and headphones while standing near his bicycle. Listen to music, scrolling news, chatting, talking with friends on the go. All the services in device anywhere.

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Die Radfahrer werden auch in Linz erfreulicherweise immer mehr – und damit natürlich auch die velozipedären Verkehrssünder. Die Linzer Polizei wirkt dem mit Kontroll-Schwerpunkten entgegen. Die Höhe der Bußgelder ist im Vergleich zum Autofahren jedoch kaum abschreckend.

Klar – Radfahren hat den großen Vorteil, dass man Door-to-Door anreist und kaum Zeitverluste für die Parkplatzsuche oder Umwegen anfallen. Man nimmt den direkten Weg, Einbahnen, Ampeln oder fehlende Radwege werden gern vernachlässigt – sonst wäre der gewonnene Zeitbonus oft auch gleich wieder weg. Ebenso ist es mit den Geschwindigkeitsbeschränkungen – welcher Radler fährt etwa in einer Fußgängerzone ernsthaft im vorgeschriebenem Schritttempo und riskiert, dabei umzukippen? 

Kaum Abschreckung
Die Gefahr, erwischt zu werden, ist relativ gering. Auch die Polizei hat überschaubaren Antrieb, einen Radfahrer gegen eine Einbahn oder auf einem engen Radweg in Gegenrichtung zu verfolgen und abzustrafen. Dennoch setzt die Linzer Polizei immer wieder Schwerpunkte, um das Bewusstsein zu stärken. Allein – die Höhe mancher Strafen wirkt wenig bis kaum abschreckend. Der Klassiker – bei Rot über die Ampel fahren – ist in Radfahrerkreisen ein richtiggehendes Schnäppchen: Nur 35 Euro kostet die Rotlichtsünde für Zweiradler, Autofahrer zahlen mindestens das Doppelte (70 Euro). Das Abbiegen ohne Handzeichen kommt auf 20 Euro, Autofahrer blechen dafür 35 Euronen. 

Das kosten die „Extraleistungen“ im urbanen zweirädrigen Straßenverkehr

Zu zweit um einen Zehner
Eine echte Okkasion ist hingegen das Fahren am Gehsteig, bei diesem Spaß ist man bereits um zehn Euro mit dabei. Aber mal ehrlich: Welcher „Kieberer“ steigt für einen 10-Euro-Strafzettel aus seinem Auto aus und gibt sich die mühsame Schreibarbeit? Die klassische „Zweierpartie“ (Mitnehmen einer Person am Packlträger) kommt auf 20 Euro – ebenso wie das Fahren ohne Licht oder das „Geisterradeln“ gegen die vorgeschriebene Radwegrichtung. Fast schon exorbitant teuer ist hingegen das freihändige Pedalieren (30.-).

Handy am Steuer: Teuer!
Knackig wird‘s beim Fahren gegen die Einbahn (35 Euro) oder wenn man während des Radelns mit dem Handy rummacht (50.-). Alkosünder werden am Fahrrad hingegen erst ab 0,8 Promille belangt (kostet dann aber ab 800 Euro aufwärts). Und wer mit (noch) härteren Drogen unterwegs ist, legt bis zu 3.700 Flocken ab. 

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