• ⚽️ 2. LIGA BOOMT – WENN MAN VIER TEAMS WEGRECHNET… 😜
Erfreuliche Entwicklung in Österreichs zweithöchster Spielklasse: Die Top 12 der 2. Liga kommen aktuell auf durchschnittlich 1.755 Fans pro Heimspiel – im Vorjahr waren es nur 1.201. 📈👏
Wären da nicht die vier Amateurteams von Sturm, Austria, Rapid und Salzburg: Deren überschaubarer Publikumsandrang drückt den Liga-Schnitt auf knapp 1.400 Zuschauer. Viele Heimspiele dieser Klubs laufen quasi  unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Kein Wunder also, dass aktuell wieder über die Rolle der Zweitteams im Profifußball diskutiert wird – und die Idee einer eigenen Nachwuchsliga wieder aufflammt. Die frühere, durchaus spannende  U21-Meisterschaft wurde bekanntlich 1998 eingestellt.
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Top of Linz: der Pipieterkogel.

18. Mai 2024
in Events, Freizeit
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Stadtauf- und stadtab ist man der auf der Hand liegenden Meinung, der höchste Gipfel der Stadt wäre der Pöstlingberg. Falsch gedacht, oberhalb der steilen Flanken des Haselgrabens liegt ein unscheinbarer, aber nichtsdestotrotz beeindruckender Waldgipfel, den keiner auf der Rechnung hat: Der Pipieterkogel (567m) überragt den Pöstlingberg um 28 Meter und birgt eine spannende Geschichte. Bereits der Weg auf das „Dach der Landeshauptstadt“ begeistert.

Keine Frage, der in den 1960er-Jahren gerne auf Postkarten verwendete Werbespruch „Linz – die Donaustadt am Alpenrand“ war ziemlich dick aufgetragen, mit den Alpen hat Linz so viel zu tun wie Adis Abeba mit dem Skifahren. Dennoch gehts im Linzer Umland fast bis auf 1.000 Meter rauf, die Gis (927m) und der Breitenstein in Kirchschlag (957m) liegen gut 650 Höhenmeter über der Stadt. Auch auf den Gipfel des Einser-Hausbergs, dem Pöstlingberg, geht‘s 273 Höhenmeter rauf. Der höchste Gipfel auf Stadtgebiet ist er aber nicht, der steht im bewaldeten Kamm am Rand des Haselgrabens. 

Der Keltenwall unterhalb des Pipieterkogel-Gipfels.

Der Weg auf den Pipieterkogel steigt gleich hinter dem Gründberg steil an, der kurze, aber ziemlich knackige Anstieg folgt immer dem „Grat“ inmitten unfassbar schöner Laubwälder entlang. Erster Gipfel ist der Keglergupf (546m), der als vorderster Posten über Urfahr wacht.  Zehn Minuten später ist der Pipieterkogel erreicht, den seit 2021 ein von Wanderfreunden aufgestelltes Gipfelkreuz markiert, es gibt auch ein Gipfelbuch. Woher der Name „Pipieterkogel“ stammt, konnten uns nicht mal die ansässigen Bauern erklären, es dürfte sich um einen Juxbegriff handeln, den irgendwer mal in einer Wanderkarte übernommen hat.  

Am Weg hinauf passiert man das „Oppidum vom Gründberg“, eine spätlatènezeitliche keltische Höhensiedlung beachtlichen Ausmaßes. Durch die steilen Abfälle nach Westen zum Höllmühlbach und Richtung Osten zum Haselgraben war dieser Ort besonders gut zur Verteidigung geeignet. Die Siedlung war einst 1,5 km lang, bis zu 400 Meter breit und hatte eine Größe von gut 50 Hektar. Die heutige Basisbreite beträgt bis zu zehn Meter bei einer Höhe von 3,5 Metern – ein großartiges Stück Linzer Urzeitgeschichte. Die Namen der beiden dortigen, bereits 1554 erstmals erwähnten Bauernhöfe lauten „Oberburger“ und Unterburger“, diese beziehen sich ebenfalls auf das Oppidum, deren Reste man lange als jene einer frühmittelalterlichen Burg vermutete.

-> Link zur Bergfex-Tour auf den Pipieterkogel

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