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    Die verschwundenen Bäche von Linz

    1. Dezember 2025
    in Klima, Linz
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    Linz ist nicht nur für seine Torte bekannt, sondern auch für seine „Steinwüsten“ wie den Hauptplatz, den Pfarrplatz oder den Domplatz. Auch die großteils zurechtgestutzte Natur in den innerstädtischen Parks bietet an heißen Tagen kaum Abkühlung. Im Stadtzentrum fehlen Wasserflächen – wie etwa großzügig angelegte Brunnen, Bäche und Teiche. Das würde nicht nur für Abkühlung sorgen, sondern auch für Mensch und Tier mehr Lebensqualität bringen. Viele ehemalige Wasserflächen sind verschwunden, Bäche wurden verrohrt. Die BOKU Wien hat eine Projektstudie zur abschnittsweisen Reaktivierung verrohrter Wienerwaldbäche erarbeitet. Auch in Linz gibt es zumindest Ansätze, wieder mehr Wasserflächen in urbanen Gebieten zu etablieren.

    Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie viel Wasser es einst in Linz gab
    Vergleicht man die heutigen Landkarten mit jenen aus dem angehenden 20. Jahrhundert, realisiert man den enormen Verlust an Wasserflächen in Linz: Teiche, Donau- und Traun-Seitenarme wurden zugeschüttet, die Flussläufe begradigt, mehrere Bäche wie der Füchselbach, der einst quer über den heutigen Bulgariplatz floss, verrohrt und in das Abwassernetz geleitet.
    Die Donau war einst im Bereich des heutigen Pleschinger Sees nicht so wie heute 300 Meter, sondern eineinhalb Kilometer breit, im Bereich der Traunmündung betrug der Abstand zwischen den beiden Donauufern immer noch bis zu 1,3 Kilometer. Durch die Ludlgasse schlängelte sich ein kleiner Donau-Seitenarm.

    Von dein einst riesigen Wasserflächen der Donau und der Traun im Linzer Becken sind heute über 50% verschwunden. (Screenshot: doris.gv.at)

    Nördlich und südlich des Posthofs gab es zwei kleine Seen mit etwa 100 Metern Länge, ebenso im Bereich des heutigen Volksgartens und in Urfahr, wo der Straßenname „Am Teich“ bis heute an den ehemaligen Aubergteich erinnert. Durch Kleinmünchen flossen einst sogar fünf Bäche mit Seitenarmen, heute ist nur mehr der (großteils verrohrte) Weidingerbach übrig geblieben. Die historischen Bachverläufe sind teilweise in der heutigen Stadtstruktur erkennbar. Ein Zurückholen an die Oberfläche einzuführen wäre in vielen Bereichen denkbar.

    Vorbild Seoul: In der koreanischen Millionenmetropole wurde bereits vor einigen Jahren anstelle einer sechsspurigen Straße ein 10km langer Fluss quer durch die Stadt angelegt.

    Klüger wurde man nach diesem Raubbau im vorigen Jahrhundert nicht: 2011 beschloss die Stadtregierung, ein Drittel der wertvollen Wasserflächen im Linzer Hafen zu „verlanden“. Heute stehen auf der 62.000m2 großen, zugeschütteten Fläche (das entspricht acht Fußballfeldern) ein Parkhaus und Lagerhallen. Das bringt zwar noch mehr Autos in die Stadt, aber weder Lebensqualität noch Arbeitsplätze, denn Hochregal-Lagerhallen sind durchwegs vollautomatisiert.

    Das Wasser kehrt zurück: kürzlich geschaffenes Biotop im bislang „trockenen“ Wasserwald. (Foto: LINZA stadtmagazin)

    Am Schiltenberg, beim Segelflughafen und im Wasserwald wurden in den letzten Jahren kleine Wasserfläche geschaffen, um Lurchen und Fröschen ein Habitat zu bieten. Auch Parks, bestehende Grünflächen oder Naherholungszonen würden sich eignen, kleine Teiche und Wasserläufe zu installieren und so nicht nur neue Lebensräume zu schaffen, sondern auch um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

    Vorzeigeprojekt: der 2018 wieder an die Oberfläche geholte Aumühlbach im Linzer Süden.

    Bäche wieder an die Oberfläche holen
    Zusätzlich könnte geprüft werden, ob einige der in den vergangenen Jahrzehnten verrohrt oder in die Kanalisation abgeleitete Bäche auf Stadtgebiet – wie etwa der Füchselbach oder der Weidingerbach in Kleinmünchen – wieder an die Oberfläche geholt werden könnten. In Urfahr würden möglicherweise der Pflasterbach oder der Auhofbach, die vor Jahrzehnten in die Kanalisation abgeleitet wurden, in Frage kommen. Es braucht ein Konzept, wie wir diese für Mensch und Tier wertvollen Bereiche wiederherstellen können. Mehr Wasserflächen sind nachweislich auch das beste Rezept für ausgewogenere Temperaturen in Städten.

    Kleinmünchen in den 1970er-Jahren: Bis auf Teile des Weidingerbachs sind alle Bäche verrohrt oder zugeschüttet. (Foto: Archiv der Stadt Linz)

    ‚Wasser-Schatz‘ heben!
    Dass eine „Wiederbelebung“ von Bächen möglich und durchführbar ist, beweist die Renaturierung des Aumühlbachs im Linzer Süden. Das vor 30 Jahren verrohrte Gewässer wurde 2018 wieder ans Tageslicht geholt. Ein neues Bachbett wurde gegraben, abgedichtet und naturnah ausgestaltet. Dieses mittlerweile sogar preisgekrönte Vorzeigeprojekt ist ein Vorbild, weitere ähnliche Ideen umzusetzen. Das wäre nicht nur gut fürs Stadtklima, sondern würde auch dem Flair und der Lebensqualität mancher Stadtviertel einen enormen Schub verleihen.


    Über die Wiener „Projektstudie zur abschnittsweisen Reaktivierung der Wienerwaldbäche unterstützt durch ein naturnahes Regenwassermanagement“
    „Das Projekt ProBACH behandelt das Renaturierungspotential von Wienerwaldbächen und führt dabei eine umfassende Wirkungsanalyse durch. In städtebaulich, klimatologisch und sozial neuralgischen Bereichen der Stadt wird eine Testfließstrecke zur abschnittsweisen Reaktivierung und Neuherstellung eines durch Bepflanzung begleiteten offenen Wasserlaufs konzipiert. In der Stadtmorphologie erhalten gebliebene Teilstrecken der vormaligen Flussverläufe werden in Typen beschrieben und dienen als Grundlage zur Identifikation geeigneter Standorte. Dazu werden Varianten zu optimierten Lösungsansätzen sowie potentielle Hemmnisse, Chancen und Risiken an Hand des Ottakringer Bachs sowie weiterer Wienerwaldbäche exemplarisch identifiziert und an einer Testfließstrecke verifiziert. Mit dem Projekt ProBACH wird ein Konzept zur wirksamen Stadtklimamoderation sowie zur Entlastung der Kanalisation durch entsprechendes Wassermanagement durch Nutzung der offenen Fließstrecke, dotiert mit dem vorhandenen Bachwasser sowie den im Nahbereich anfallenden Dachwässern, entwickelt.“

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