Der Winter hat auch den Linzer Hafen fest im Griff. Mit einem Gewicht von rund 60 Tonnen und einer Länge von knapp 22 Metern kämpft sich die MS Eduard durch die derzeit rund fünf Zentimeter dicke Eisschicht. Der stahlverstärkte Bug und ein dicker Stahlblechsockel schützen das Schiff vor der harten Eisdecke.
Bei einer so starken Eisschicht werden jedoch rund drei Stunden benötigt, um alle Fahrrinnen im Handels- sowie im Tankhafen freizubekommen. Zuletzt musste die MS Eduard im Winter 2020 vereinzelt zum Eisbrechen ausrücken. Der letzte Dauereinsatz war im Winter 2017. Damals lagen die Temperaturen tagelang weit unter dem Gefrierpunkt und der Eisbrecher war 26-mal im Einsatz. Sein Alter sieht man „Eduard“ nicht an: Er lief bereits 1955 – vor 71 Jahren – vom Stapel.

Dauerauftrag: Eisfrei!
Laut der Wasserstraßen-Verkehrsverordnung beziehungsweise dem österreichischem Schifffahrtsgesetzt müssen alle Fahrrinnen in öffentlichen Häfen für die Schifffahrt offen und daher stets eisfrei bleiben, dh. das Eis muss gebrochen sein. So können Güter, die auf der Donau transportiert werden, auch sicher umgeschlagen werden. Zudem haben im Handelshafen derzeit rund 20 Donau-Kreuzfahrtschiffe festgemacht, um hier zu überwintern.
Titelfoto: LINZ AG/fotokerschi



























