• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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ROBERTA fährt ab!

Pilotprojekt zum automatisierten Fahren startet 2027 in OÖ

3. März 2026
in Land, Politik
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Mit dem Projekt ROBERTA startet (Ober)Österreich in eine neue Phase des automatisierten Fahrens im öffentlichen Verkehr. „Erstmals werden hochautomatisierte Busse mit über acht Sitzplätzen im regulären Linienbetrieb eingesetzt. Ziel ist es, die technologischen, organisatorischen und rechtlichen Grundlagen für einen dauerhaften Einsatz im öffentlichen Verkehr zu schaffen“, sagt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.

ROBERTA steht für Real World Automated Bus opERaTion Austria. Konkret geplant ist eine rund zehn Kilometer lange Last-Mile-Verbindung vom Bahnhof Pregarten zum Softwarepark Hagenberg, zur FH Oberösterreich und zum Agrarbildungszentrum Hagenberg.

Das Projekt startet im Februar 2026 und läuft bis 31. Jänner 2030. Im ersten Projektjahr werden sämtliche Rahmenbedingungen für den Realbetrieb erarbeitet und die betriebsnotwendigen Vorbereitungen umgesetzt. Der Pilotbetrieb in Oberösterreich, Tirol, der Steiermark und Kärnten beginnt im vierten Quartal 2027 oder im ersten Quartal 2028. Die Busse werden jeweils ein Jahr lang auf Strecken von zehn bis zwanzig Kilometern im regulären Linienbetrieb unterwegs sein.

„Das Forscherteam der FH Oberösterreich legt die Grundlage für die Integration hochautomatisierter Busse mit über acht Sitzplätzen in bestehende Busflotten.“

Im Anschluss werden alle Daten und Projektergebnisse umfassend evaluiert. Untersucht wird, wie technische Systeme, Betriebsprozesse, Personalmodelle und rechtliche Rahmenbedingungen optimal zusammenspielen müssen, um automatisierte Fahrzeuge dauerhaft in den öffentlichen Verkehr zu integrieren. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage für einen späteren breiteren Einsatz.

Steinkellner über die europaweite Bedeutung des Projekts: „Das Forscherteam der FH Oberösterreich legt die Grundlage für die Integration hochautomatisierter Busse mit über acht Sitzplätzen in bestehende Busflotten. Europäisch einzigartig ist, dass in vier Pilotregionen in Österreich jeweils mindestens ein hochautomatisierter Bus zwölf Monate lang in den regulären öffentlichen Nahverkehr integriert wird. ROBERTA soll auch in europäische Projekte zum automatisierten Fahren eingebracht werden. Internationale Experten begleiten die Forschung im Beirat des Projekts. Gleichzeitig hilft das Projekt ganz konkret den Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel, weil es das hochwertige Mobilitätsangebot in Oberösterreich langfristig absichert.“

Starker Schulterschluss von Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand
ROBERTA wird von einem breit aufgestellten Konsortium getragen. Neben der FH Oberösterreich sind Forschungsinstitutionen, Verkehrsbetriebe, Technologieunternehmen und Energieagenturen beteiligt. Das Gesamtvolumen beträgt rund neun Millionen Euro. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus:

  • rund 3,5 Millionen Euro Bundesförderung
  • rund 1 Million Euro des Landes Oberösterreich (vorbehaltlich eines Beschlusses des OÖ. Landtags)
  • rund 3 Millionen Euro angestrebte zusätzliche Mittel aus weiteren Bundesländern
  • Eigenleistungen der Projektpartner

 

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