Bereits in die dritte Auflage geht die Neuentwicklung des Linzer Kulturentwicklungsplans (KEP3), der noch vor dem Sommer durch den Gemeinderat der Stadt Linz beschlossen werden soll und für die nächsten zehn Jahre gilt. Der KEP3 soll die kulturelle Entwicklung der Stadt Linz wesentlich prägen und die richtigen Strategien für eine innovative Kulturpolitik schaffen. Einer der großen Schwerpunkte in der Linzer Kultur 2026: „Made in Linz“.
Die inhaltlichen Anker im KEP3 bilden Digitalität, Medienkunst, Next Generation, Stadtteilkunst, Nachhaltigkeit, Ressourcen, Erinnerungskultur und die Unterstützung zur Weiterentwicklung der freien Kunst- und Kulturszene.
Warum es eine ständig weiterzuentwickelnde Kulturstrategie braucht? „Weil Kultur kein Beiwerk und auch kein Luxus ist, sondern eine Grundlage von Demokratie, Zusammenarbeit und Zukunftsfähigkeit“, sagt Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer. Der KEP3 soll bis Ende März „stehen“ und noch vor den Sommerferien den Gemeinderat passieren. An der Entwicklung waren über 180 Menschen beteiligt, es folgten Workshops, eine Online-Befragung und mehrere Fachrunden.
Julius Stieber, Direktor Kultur und Bildung, sagt: „Wir haben den KEP3-Prozess bereits im Oktober 2024 gestartet, jetzt verdichten wir den Rohentwurf, um eine beschlussfähige Endfassung in den Gemeinderat zu bringen.“
Made in Linz – Kunst und Kultur für und von Linz
Zweiter großer Schwerpunkt in der Linz Kultur 2026: „Made in Linz“ – über kulturelle Einrichtungen, Ideen und Events, die Linz selbst ins Leben gerufen und entwickelt hat. Zentrales Element ist dabei die Ausstellung „Made in Linz. Standort für Handel, Industrie und Handwerk“, die die beeindruckende Wirtschaftsgeschichte von Linz im Wandel der Zeit in den Fokus rückt. Dazu gehören auch die vielen unverwechselbaren und „selbstgemachten“ kulturellen Angebote aus Linz – Markenzeichen, die weit über die Stadt hinaus strahlen – angefangen vom Ars Electronica Center, das heuer 30 Jahre alt wird, über das dazugehörige Festival , das Internationale Brucknerfest und das mittlerweile legendäre Pflasterspektakel, das heuer sein 40-jähriges Jubiläum begeht.
Blick nach vorne
Dritter Angriffspunkt für 2026: Neuer Impulse für Linz. Diese sollen auch heuer vom Linzer Stadtkulturbeirat kommen. Diese Einrichtung ging übrigens auf Initiative des Kulturentwicklungsplans hervor, sie besteht aus 24 Mitgliedern und ist Grundlage für die ständige Weiterentwicklung der Linzer Kulturszene. 2026 kommt es zur Neubesetzung des Stadtkulturbeirats für die nächsten vier Jahre. Julius Stieber: „Zwei Drittel der Mitglieder sind Ende 2025 ausgeschieden, jetzt kommen neue Kräfte hinein, die einen anderen Blick auf die Linzer Kultur werfen werden. Das ist die Grundlage dafür, dass wir vieles selbst machen und entwickeln, das Brucknerfest wird heuer etwa völlig neu entwickelt.“
- Veranstaltungsschwerpunkte – Highlights 2026
Heuer kehrt der STREAM CLUB in die Linzer Innenstadt zurück (17./18. April) und macht Linz wieder zum Zentrum von Clubkultur-Festivals. - Von 23. bis 25. Juli steigt die 40. Jubiläums-Auflage des PFLASTERSPEKTAKELS, das mit über 230.000 Besuchern (2025) die frequenzstärkste Veranstaltung im Linzer Kulturjahr darstellt.
- Von 29.-31. Mai steigt das BUBBLE DAYS Hafenfestival, bereits am 28. Mai gibt es erstmals ein „Bubble Days Opening“ in der Tabakfabrik.
- Ein Comeback von 8.-10. Juli feiert das AHOI Pop-Open Air Konzertserie im Donaupark, das die Lücke des nicht mehr stattfindenden LIDO SOUNDS füllen soll.
- Das INTERNATIONALE BRUCKNERFEST (13.-30. September), das ARS ELECTRONICA FESTIVAL und die KLANGWOLKE sind einmal mehr die ganz großen Höhepunkte im Kulturherbst.


























