2026 beginnt in Linz eine neue Ära bei der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs: Mit 14,5 Millionen Euro wird ein Rekordbetrag aus dem städtischen Budget in den Öffi-Ausbau investiert. Demgegenüber stehen 12,9 Millionen Euro an Investitionen in den Bereich „Straßenbau und Verkehr“. Zudem sei das Zusatzbudget für die neuen Buslinien 13, 14 und 48 „ein Quantensprung in der städtischen Verkehrspolitik“, sagt Vizebürgermeister und Verkehrsreferent Martin Hajart, der speziell die Linien 13 und 14 in den Linzer Süden gegen anfänglichen Widerstand der SPÖ durchgedrückt hat.
„2026 ist das große Jahr der Vorbereitungen“, sagt Hajart – und meint konkret die Businie 13, die bereits 2027 in Betrieb gehen soll. Sie verbindet den Linzer Süden mit dem Industriegebiet und führt weiter bis nach Urfahr/Karlhof. „Die Prognosen sagen für die Linie 13 ein Fahrgastpotenzial von rund 3.000 Fahrten pro Tag voraus“, so Hajart. Das entspricht (bei einem üblichen Besetzungsgrad von 1,3 Personen pro PKW) einer Autokolonne von sechs Kilometern, die dadurch entfällt. Die neu geführte Linie 12 (vom Hauptbahnhof zur Digitalen Meile) soll danach folgen.

O-Buslinie 48: Entlastung der Straßenbahnachse
Ebenfalls ein Öffi-Highlight 2026: der Beginn der Arbeiten für die neue O-Buslinie 48, die über die Eisenbahnbrücke führen wird und von Karlhof/Urfahr über den Schlachthof, das Krankenhaus- und das Franckviertel über die Grüne Mitte, den Bulgariplatz bis zum WIFI führen wird. Die Inbetriebnahme soll 2027 erfolgen. Besonders wichtiger Aspekt: Die Linie 48 wird die Straßenbahn zwischen Bulgariplatz und Linker Brückenstraße spürbar entlasten. Laut Verkehrsstudien werden langfristig mehr als 20.000 Fahrgäste täglich die neue O-Buslinie 48 nutzen.
Linzer Stadtbahn auf Kurs
2026 wird auch ein vorentscheidendes Jahr für die Linzer Stadtbahnen S6 und S7: So werden bereits heuer die ersten Garnituren geliefert, die im ersten Schritt auf der LILO (S5) zwischen Linz und Eferding eingesetzt werden sollen. Im Endausbau werden auf der S6 und S7 voraussichtlich 40.000 Fahrgäste täglich unterwegs sein. Die Inbetriebnahme der S6, konkret die Verbindung zwischen Mühlkreisbahnhof und Hauptbahnhof, ist für 2032 vorgesehen. Kernpunkt wird der Nahverkehrsknoten Urfahr Ost westlich der Eisenbahnbrücke sein, 20.000 Fahrgäste pro Tag werden hier künftig ein- oder umsteigen.
Neue Projekte für Radfahrer
Auch die Radfahrer kommen 2026 nicht zu kurz: So wird die Realisierung der neuen, verbreiterten Fuß- und Radwegverbindungen von der Nibelungenbrücke zur Donau hin umgesetzt. Zudem erfolgt der Baustart für einen neuen Rad- und Fußwegsteg von der Nibelungenbrücke zum Lentos: „Davon profitieren nicht nur die Radfahrer, sondern auch die Schiffstouristen, die dann barrierefrei zum Hauptplatz gelangen können“, so Hajart. Fertigstellung: 2027. Heuer wird auch das letzte Teilstück des 3,3km langen Donau-Radwegs zum beliebten Donaustrand nach St. Margarethen fertiggestellt.
Masterplan Gehen
25 Prozent aller Wege werden in Linz zu Fuß zurückgelegt. Mit dem „Masterplan Gehen“ soll künftig auch das Zu-Fuß-Gehen in Linz weiter gefördert werden. Im Rahmen der Erstellung des Masterplans Gehen wurden als erster Schritt 200 Schwachstellen (Hindernisse, Engstellen, fehlende Drucklegung…) ermittelt. Konkrete Umwertungen und Leitprojekte sollen nun folgen.


























