Oberösterreich setzt weiterhin stark auf qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland, um den Wirtschafts- und Sozialstandort langfristig zu sichern. Das betonte Sozial-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) in einer aktuellen Stellungnahme deutlich: „Wer arbeitet und ins System einzahlt, muss auch einen ordentlichen Zugang zum Gesundheitssystem haben. Wer uns ausnutzen will, hat keinen Platz bei uns.“
Dörfel unterstrich die Linie der Oberösterreichischen Volkspartei: Internationale Fachkräfte seien unverzichtbar – besonders in sensiblen Bereichen wie Pflege, Industrie und Tourismus. Ohne sie könnten viele Einrichtungen nicht mehr ausreichend versorgt werden. Als positives Beispiel nannte der Landesrat die Fachkräftestrategie Pflege, die seit 2021 gezielt Pflegekräfte aus Drittstaaten anwirbt.
Besonders erfolgreich verlaufe das Programm mit den Philippinen: Bislang konnten 263 Pflegekräfte gewonnen werden, rund 185 von ihnen arbeiten heute in den Alten- und Pflegeheimen der oberösterreichischen Sozialhilfeverbände. Diese Fachkräfte ermöglichen es, hunderte Betten besetzt zu halten und die Versorgung älterer Menschen zu gewährleisten.
„Wer solche Menschen gewinnen will, muss ihnen faire Rahmenbedingungen bieten – dazu gehört selbstverständlich der volle Zugang zum Gesundheitssystem“, so Dörfel wörtlich. Eine abgespeckte Variante wäre „ein Schuss ins Knie“ und würde den Standort massiv schwächen. Wer nur eingeschränkten Zugang erhalte, sei auch nur eingeschränkt leistungsbereit – das schade am Ende allen.
Gleichzeitig bleibt die Position hart in Richtung Missbrauch: Das Sozial- und Gesundheitssystem sei „kein Selbstbedienungsladen“. Bei mangelnder Leistungsbereitschaft setze man konsequent Maßnahmen – etwa durch die kürzliche Reform der Sozialhilfe mit Kürzungen bei fehlender Mitwirkung. Bei Asylwerbern unterstützt Dörfel den bundesweiten Vorstoß, wonach diese grundsätzlich nur eine medizinische Basisversorgung (ausgenommen Notfälle und Unfälle) erhalten sollen.
Die OÖVP-Position: Wer in Oberösterreich lebt, arbeitet, Beiträge leistet und Verantwortung übernimmt, gehört zur Leistungsgemeinschaft und wird entsprechend behandelt. Wer hingegen nur Leistungen in Anspruch nehmen will, ohne Gegenleistung zu erbringen, hat hier keinen Platz. Dörfel: „Anwerbung ja – aber nur unter klaren Regeln und mit fairen Bedingungen für diejenigen, die wirklich zum Wohlstand beitragen.“



























