„Brennpunktschulen“ – das waren früher einige wenige Problemschulen mit besonders hohem Lehrbedarf und Sonderprogrammen. Mittlerweile bilden diese Schulen teilweise schon die Mehrheit – in Linz fallen bereits 27 unter dieses Label. Das 65 Millionen Euro schwere „Chancenbonus-Programm“ des österreichischen Bildungsministeriums unterstützt nun österreichweit rund 400 Brennpunkt-Schulen (244 Volksschulen + 156 Mittelschulen), die besonders hohe soziale und bildungsbezogene Herausforderungen haben.
Auswahlkriterium ist der SÖL-Index (Sozio-ökonomischer Lage-Index), der Schulen in den untersten Kategorien mit hohem Anteil an Schülern aus sozioökonomisch benachteiligten Familien, mit Migrationshintergrund und/oder niedrigem Bildungsstand der Eltern bewertet. Jährlich sollen 65 Millionen Euro zusätzlich ausgeschüttet werden, das entspricht bis zu 800 zusätzliche Vollzeitäquivalenten (Lehrkräfte, Förderpersonal, psychosoziales Support etc.) – oder im Schnitt zwei Lehrkräften bzw. 162.500 Euro pro Schule.
Bereits 27 Brennpunktschulen in Lihz
Die 27 ausgewählten Linzer „Brennpunktschulen“ dürfen die Mittel weitgehend autonom einsetzen, z. B. für Deutschförderung, Kleingruppen, Ganztagsangebote, Inklusion, Lerncoaching, Schulentwicklung oder Fortbildungen. Das Programm soll die Chancengerechtigkeit stärken, Grundkompetenzen gezielt fördern und den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg reduzieren – besonders in städtischen Brennpunkten wie Linz.
Das „Chancenbobus-Programm“ ist ein guter Ansatz, um sozial benachteiligte Schulen gezielt zu stärken – aber mit 65 Mio. Euro für 400 Standorte und ohne begleitende Systemreformen eher ein Tropfen auf den heißen Stein als Game-Changer…
Chancenbonus-Programm: Liste der teilnehmenden Linzer „Brennpunktschulen“:




























