Montag, April 6, 2026
LINZA!
  • Home
  • Linz
  • Land
  • Politik
  • Sport
  • Freizeit
  • Meinung
  • Unterwegs
  • Events
  • Galerie
  • ePaper
  • Umfrage der Woche
No Result
View All Result
  • Home
  • Linz
  • Land
  • Politik
  • Sport
  • Freizeit
  • Meinung
  • Unterwegs
  • Events
  • Galerie
  • ePaper
  • Umfrage der Woche
No Result
View All Result
LINZA!
No Result
View All Result

„Investor ist mit Linz Schlitten gefahren“

Quadrill-Ensemble im Reality-Check

5. April 2026
in Freizeit, Klima, Land, Linz, Politik
0
SHARES
59
VIEWS
Share on Facebook

Das Quadrill Hochhausprojekt am Gelände der Tabakfabrik wurde großteils fertiggestellt. Im Gegensatz zu euphorischen Stimmen aus der Stadtspitze gibt es von Brita Piovesan, Anrainerin und LinzPLUS-Gemeinderätin, harte Kritik an dem genehmigten 190 Millionen Euro-Projekt.

Das Quadrill Hochhaus steht vor seiner Fertigstellung, Sie haben das Projekt von Anbeginn weg kritisch verfolgt. Wie ist Ihr Gesamteindruck jetzt nach der Fertigstellung?
Zu hoch, zu dick, zu eng – zu viel von allem. Das ist das Gefühl, das die meisten haben. Jetzt werden die Folgeschäden dieses Wunschkonzerts privater Interessen ‘step by step’ für jeden sichtbar: zusätzliche Garagen im Viertel (Ecke Petzoldstraße/ Lederergasse) versiegelte Flächen und kein einziger echter Baum, der eine Chance hat. All das macht auch ein Aperol in der Bar im 30. Stock nicht mehr wett.

„Das öffentliche Interesse wurde dem privaten Profit untergeordnet, weil die Stadt dringend Geld gebraucht hat für den Ausbau der Tabakfabrik.“

Ein großer Kritikpunkt war ja die Verkehrsführung. Wurde da nachgebessert?
Die Ludlgasse muss endlich für den Durchzugsverkehr gesperrt werden. Nach wie vor fahren viel zu viele Pkws und Lkws, die zur Autobahn wollen, hier durch. Meist zu schnell. Auf die Radfahrer:innen wurde vor der Quadrill komplett vergessen – „leider kein Platz“. Sie müssen jetzt Umwege durch den Innenhof fahren. Dazu kommt massiver Parksuchverkehr. Die Tiefgarage ist für das monströse Projekt schlicht zu klein. Zur Erinnerung: Dem Investor wurden rund 500 Stellplätze nachgelassen, um eine UVP zu umgehen. Diese Plätze fehlen jetzt und werden nun durch Garagen ins Viertel verfrachtet. Ach ja, und dass der neue Billa über den Innenhof beliefert wird, ist auch so ein Pfusch im ‘Leuchtturm-Quartier.’

Was auffällt: Wie so oft war auf den Entwürfen und Renderings viel Grün zu sehen. In der Realität schaut es aber etwas anders aus.
Die Renderings zeigten große Bäume auf Beton, wo kein Wurzelraum vorhanden ist. Die Realität ist um einiges ernüchternder. Mickrige Büsche, Schotterflächen und etwas Ziergras, von echten Bäumen, die kühlen und Schatten spenden – keine Spur. Wer Projekte mit Bildern bewirbt, die so nicht umsetzbar sind, täuscht die Öffentlichkeit und legitimiert schädliche Projekte – das ist nichts anderes als Greenwashing.

Brita Piovesan: „Erst jetzt wird sich zeigen, ob der Neubau die Tabakfabrik aufwertet oder kannibalisiert.“ (Foto: Redaktion)

Es gibt aber auch Stimmen, die sagen, hier passt ein Hochhaus dieser Größe sehr gut her.
Hohe Verdichtung kann interessant sein – aber nur dort, wo es leistungsfähigen öffentlichen Verkehr gibt. Genau das fehlt hier. Ursprünglich war ja die zweite Schienenachse geplant. Spätestens als diese weggefallen ist, hätte das Projekt drastisch reduziert werden müssen. Stattdessen ist alles noch angeschwollen! Warum? Außerdem wird sich jetzt erst zeigen, ob der Neubau die Tabakfabrik aufwertet oder kannibalisiert. Also im Endeffekt sogar schädigt.

Sie sind ja auch Anrainerin. Wie lief die Kommunikation mit den Bauherren und den Projektbetreibern?
Projektbetreiber und Stadt steckten von Anfang an ‘unter einer Decke’. Vorgaben von Seiten der Stadt waren nicht erkennbar. Mein Eindruck ist: Der Investor ist mit der Stadt regelrecht „Schlitten gefahren“. Für ein paar Millionen Euro konnte er machen, was er wollte. Nur zur Erinnerung: Die Erhöhung von ursprünglich 81 auf 109 Meter wurde nicht einmal im Gestaltungsbeirat behandelt.

Wurde auf die Anliegen der Anrainer eingegangen?
Am Volumen hat sich, trotz Wegfall der zweiten Schienenachse, nichts geändert. Das ist für mich nach wie vor nicht zu verstehen. Unser Ziel war immer, den Schaden für die Anrainer so minimal wie möglich zu halten. 

Wie lief die Kommunikation mit der Stadt?
Als Bürgerinitiative haben wir uns nie willkommen gefühlt. Die Stadt hat uns nicht als Expert:innen für unser eigenes Viertel anerkannt – unser Wissen wurde nicht genutzt. Dabei wäre genau das die Grundlage einer integralen Stadtentwicklung. Die Haltung der Stadt war nicht kooperativ. Und leider zeigt sich: Diese Erfahrung machen viele Bürgerinitiativen in Linz – es sind inzwischen über 30.

„Das öffentliche Interesse wurde dem privaten Profit untergeordnet, weil die Stadt dringend Geld gebraucht hat für den Ausbau der Tabakfabrik.“

Welche Möglichkeiten hätte denn Linz, sich einzumischen?
Linz hat alles in der Hand. Über Flächenwidmungs- und Bebauungspläne hat die Stadt volle Steuerungshoheit, das kann man nicht oft genug sagen. Es gab keinen Grund für diese Höhe und Dichte – das war ausschließlich der Wunsch des Investors. Genau hier wäre es die Kernaufgabe der Stadt gewesen, zu steuern.  Stattdessen ist die Stadt ohne eigene Vorstellung in die Planung gegangen – mit dem Ziel, einen möglichst hohen Baurechtszins zu lukrieren. Das öffentliche Interesse wurde dem privaten Profit untergeordnet, weil die Stadt dringend Geld gebraucht hat für den Ausbau der Tabakfabrik. Dazu kommt: Statt eines transparenten Wettbewerbs gab es ein Bieterverfahren. Entscheidend war das höchste Angebot – nicht die beste Lösung für die Stadt und das Viertel. Das erklärt die maximale Verdichtung vor Ort. 

Gibt es dennoch etwas, das Sie rund um dieses Projekt positiv beurteilen können?
Ich gehe davon aus, dass die Quadrill das letzte Projekt dieser Art in Linz war, und in Zukunft solche Bauten und Widmungen in Linz nicht mehr entstehen können. Die Ära des Hochhausbauens nach Wunsch der Investoren ist vorbei. 

 

Previous Post

Im Sommer geht’s los: Freinbergtunnel-Bau startet

  • Meistgelesen
  • Comments
  • Neueste

Die teuerste Zughaltestelle der Welt?

31. März 2026
Screenshot

Quantensprung für die Linzer Öffis: Bald rollen 40m-Cityrunner auf den Pöstlingberg

1. April 2026

Google-Rechenzentrum: Sehr viel Strom, fast keine Arbeitsplätze

21. März 2026

„Ich wollte nicht nur zuschauen, sondern Verantwortung übernehmen“

3. April 2026

Seit heute fix: LASK und Blau-Weiß Linz tauschen ihre Stadien

Aus Best-of-7 wird Best-of-14

Ein Primärversorgungszentrum für den Linzer Süden 

Wieder wilde Gerüchte: Sperrt auch der Oberwirt zu?

„Investor ist mit Linz Schlitten gefahren“

5. April 2026

Im Sommer geht’s los: Freinbergtunnel-Bau startet

4. April 2026

Leere Flüge, teures Tennis und ungarische Fernwahlhilfe // Die Woche in Linz #03

4. April 2026

„Ich wollte nicht nur zuschauen, sondern Verantwortung übernehmen“

3. April 2026

LINZA auf Facebook

Loading...

LINZA auf Instagram

  • Im LINZA city check: Die neue „schwitzkastensauna“ beim Panoramastüberl Lichtenberg #linzamagazin #sauna #linz #gis #panoramastüberl
  • NEU 👉10 MINUTEN LINZ - die Linzer Top-Themen der Woche - kompakt und knackig.  #linzamagazin #linz #10minutenlinz
  • Welcome: Die erste Linzer Regional Stadtbahn ist da! #tramtrain #stadlerrail #linz #regionalstadtbahnlinz #linzamagazin
  • 3.000 neue Wohnungen für Linz: Am Gelände der ehemaligen Kaserne Ebelsberg ziehen die ersten Mieter ein.
#sommerfeld #ebelsberg #linz #linzamagazin
  • Platz für Neues - Abriss Kunstuni Linz-Urfahr #linz #linzamagazin #kunstuniversitätlinz #urfahr
  • Die Donau in Linz friert zu 🥶💙 #linz #donau #eis #linzamagazin
  • Happy new #Linz #2026

Schlagwörter

altstadt baier bim blauweiss blauweiss linz blau weiss linz blue danube airport donau donau linz donauparkstadion ebelsberg eisenbahnbrücke flughafen flughafen linz Flüchtlinge forsterleitner fpö franz zeiger gemeinderat grüne Gugl haimbuchner höhenrausch kunesch Landstraße lask LINZ linz ag linz linien luger NEOS posthof potocnik pöstlingberg pühringer rathaus remembar schobesberger spö stadion straßenbahn tabakfabrik wimmer zeiger övp

Kontakt

Am Alten Feldweg 4
4040 Linz
Österreich
holzleitner(at)linza.at

Das LINZA stadtmagazin erscheint online täglich frisch auf www.linza.at und etwa alle zwei Monate als Print- und pdf-Magazin. Wir sind LINZA!

Neueste Beiträge

  • „Investor ist mit Linz Schlitten gefahren“
  • Im Sommer geht’s los: Freinbergtunnel-Bau startet
  • Leere Flüge, teures Tennis und ungarische Fernwahlhilfe // Die Woche in Linz #03

Nach Kategorie durchsuchen

  • Allgemein
  • Events
  • Freizeit
  • Galerie
  • Klima
  • Kultur
  • Land
  • Linz
  • LINZAgschichten
  • Meinung
  • Politik
  • Sport
  • Umfrage
  • Unterwegs
  • verQUERt I Satire
  • Wels
  • Downloadbereich
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Kontakt

© 2025 wilson holz I Wilhelm

No Result
View All Result
  • Home
  • Linz
  • Land
  • Politik
  • Sport
  • Freizeit
  • Meinung
  • Unterwegs
  • Events
  • Galerie
  • ePaper
  • Umfrage der Woche

© 2025 wilson holz I Wilhelm