• Es ist fast schon absurd, was in Linz abgeht: Wieder mal wird darüber diskutiert, Sitzgelegenheiten in der Innenstadt - etwa beim Volksgarten - abzubauen, damit sich keine „falschen“ Personen darauf niederlassen. 
Statt die Innenstadt nachhaltig aufzuwerten und gleichzeitig aktiv für mehr Sauberkeit und Sicherheit durch Kontrollen zu sorgen (dieses Geld will man sich offensichtlich sparen), zieht man sich zurück und macht die City so unattraktiv wie möglich - und schränkt damit auch die Lebensqualität der Bewohner ein. Der Ordnungsdienst etwa kontrolliert fast nur mehr Falschparker, statt für Ordnung und Sicherheit zu sorgen.
👉 In Wels zeigt man, dass es auch anders geht. Dort macht man sich seit Jahren aktiv Gedanken, wie man die Innenstadt aufwerten und lebenswerter macht. Linz geht den anderen Weg und resigniert. 😕
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„Sitzgelegenheiten sind keine Raketenwissenschaft“

Seit eineinhalb Jahren verkehrsfrei, aber leider auch ideenfrei: die Klosterstraße in der Altstadt

20. April 2026
in Klima, Linz, Politik
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Vor etwa eineinhalb Jahren wurde die Klosterstraße Richtung Hauptplatz vom Autoverkehr befreit und eine großzügige Attraktivierung versprochen. Außer den altbekannten Ausreden, warum etwas nicht geht, passierte seitdem nichts, die Straße gleicht mehr den je einer öden Steinwüste, nur halt ohne Autos. Dabei ist es wahrlich keine Raketenwissenschaft, zumindest ein paar mobile Sitzgelegenheiten oder Pflanzen aufzustellen, wie unser Entwurf zeigt.

„Ja wo bleibt die von Martin Hajart groß angekündigte Attraktivierung der Klosterstraße?“, fragt der blaue Gemeinderat Manuel Danner. Als Maßnahme fordert die ÖVP, die Klosterstraße mit aufgehängten bunten Regenschirmen auszustatten – eine Maßnahme, die viele andere Städte schon vor 20 Jahren durchhalten. Ein klarer Fall von Themenverfehlung, denn das Problem der Klosterstraße liegt ebenerdig – und nicht sechs Meter über der Erde…

Kommentar
Eine 200 Meter lange autofreie Quasi-Sackgasse ohne Gehsteigkanten, ohne Hauszufahrten oder Querstraßen: Einfacher geht’s ja fast gar nicht. Als erster Step würden (mobile) Sitzgelegenheiten  und (Topf-)Bäume bzw. Palmen reichen, um die Szenerie zu beleben. Ist das wirklich so schwer? Zu befürchten bleibt aber, dass die Klosterstraße ähnlich der Hauptstraßen Urfahr ein ewiger Zankapfel bleibt und einmal mehr nix weitergeht. Aber 2027 wird gewählt – das nährt die Hoffnung, dass zumindest eine Minimallösung umgesetzt wird.  Spaaaatenstich!

 

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