Mit den steigenden Temperaturen und den ersten sonnigen Tagen startet auf der Donau wieder die Motorboot-Saison. Gleichzeitig beginnt jedoch auch eine besonders sensible Phase für die Donaufische: der Höhepunkt der Laichaktivität, und tausende Jungfische verlassen jetzt den schützenden Kieslückenraum. In dieser Zeit können schifffahrtsbedingte Wellen für Fischeier und Jungfische zur ernsthaften Gefahr werden. Die viadonau appelliert speziell jetzt an die vielen Motorbootfahrer, mehr Rücksicht zu nehmen und auf den Wellenschlag zu achten.
Im Mai und Juni kommen die frisch geschlüpften Fischlarven in die Flachuferzonen der Donau. Motorboot-Wellenschlag der „Freizeit-Kapitäne“ kann Jungfische aber erheblich gefährden, da sie vor allem in ruhigen Uferzonen leben: Die Wellen verdriften die schwachen Schwimmer in tiefere, strömungsreichere Bereiche, wo sie mehr Energie verbrauchen und schlechter überleben; gleichzeitig werden schützende Uferpflanzen beschädigt, wodurch sie leichter von Räubern entdeckt werden. Zusätzlich wirbelt der Wellenschlag Sedimente auf, was Kiemen belastet, die Nahrungssuche erschwert und Laichplätze zerstören kann. In starken Fällen drohen sogar direkte Verletzungen durch Anprall, und wiederholte Störungen können ganze Aufwuchsgebiete beeinträchtigen – besonders in stark befahrenen Abschnitten der Donau.

Auch im Raum Linz entstanden in den letzten Jahren mehrere Flachwasserbereiche für Fische – etwa beim Winterhafenspitz, bei der Marktau in Ottensheim oder zwischen Pleschinger See und Steyregger Brücke.
Im Vordergrund der Initiative steht die Bewusstseinsbildung und die Information zukünftiger gemeinsamer Maßnahmen wie dem legen Ions Schutzzonen und Flachwasserbereichen. Insbesondere die Aufklärung über sensible Laichzeiten in den Monaten Mai und Juni sowie über jene Donauabschnitte, die für Fischeier und Jungfische von besonderer Bedeutung sind, soll verstärkt werden. Dazu wurde ein eigenes Merkblatt erarbeitet – inklusive einer interaktiven Karte.

Die viadonau ersucht: „Bitte tragen Sie mit Ihrem Fahrverhalten (Sportboot) dazu bei, dass Fischlarven in diesem sensiblen Zeitraum möglichst gut geschützt werden. Die Verbesserung des Fischbestands unserer Donau. Hierzu ist Wellenschlag in den sensiblen Uferzonen (Kies- und Sandbänke, Neben- und Altarme) möglichst gering zu halten. Bei Niederwasser ist Wellenschlag am Ufer ausgeprägter, daher ist hier die angepasste Fahrweise am wichtigsten. Wählen Sie daher Ihre Fahrgeschwindigkeit und Ihren Fahrweg so, dass der Wellenschlag in den Uferzonen möglichst gering ausfällt.“
Titelfot: vidonau















