Auf der Linzer Stadtautobahn gilt – wie in fast allen vergleichbaren Städten – durchwegs Tempo 80, auf einigen Stellen – etwa am Zubringer zur Westautobahn – auch Tempo 100. Dort wohnen aber kaum Anrainer. Anders die Situation in Linz-Dornach, wo ab der gleichnamigen Autobahn-Abfahrt am Abschnitt bis zur Abfahrt Auhof/Universität bis zu 130km/h schnell gefahren werden kann – sehr zum Leidwesen der Anwohner. Doch das könnte nun anders werden: Die Linzer Grünen wollen die bergauf führende Raserstrecke einbremsen.
Auf der A7 Mühlkreisautobahn gilt von der Anschlussstelle Salzburger Straße bis zur Anschlussstelle Dornach durchgehend Tempo 80. In Fahrtrichtung Freistadt endet diese Beschränkung exakt an der Anschlussstelle Dornach, unmittelbar vor Beginn einer Steigung. Ab dort ist wieder bis zu 130 km/h erlaubt. Der betroffene Abschnitt verläuft im Stadtgebiet entlang von Wohngebieten in Dornach-Auhof und Katzbach: „Konkret geht es um eine Lücke in einer ansonsten konsistenten Tempolimit-Logik: Auf den vor- bzw. nachgelagerten A7-Abschnitten im Linzer Stadtgebiet gilt Tempo 80 oder 100, einzig dieser etwa einen Kilometer lange Steigungsabschnitt ist freigegeben. Die Folge ist absehbar: Fahrzeuge beschleunigen genau am Beginn der Steigung von 80 auf bis zu 130 km/h“, so der grüne Gemeinderat Helge Langer.
„Tempo 80 statt 130 km/h würde klimapolitisch laut Land Oberösterreich rund 25% weniger Treibstoffverbrauch und CO2 bedeuten – und dadurch auch deutlich weniger Stickoxide und rund ein Drittel weniger Feinstaub pro Pkw-Kilometer emittiert werden.“
Aus Sicht der Grünen besteht hier Handlungsbedarf, denn: Laut Leitfaden des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur verursachen „durch das Auslaufen einer Tempobeschränkung erforderlichen Beschleunigungs- und Bremsmanöver zusätzliche Lärmemissionen“. Zusätzlich würden Tempo 80 statt 130 km/h klimapolitisch laut Land Oberösterreich rund 25% weniger Treibstoffverbrauch und CO2 bedeuten – und dadurch auch deutlich weniger Stickoxide und rund ein Drittel weniger Feinstaub pro Pkw-Kilometer emittiert werden. Langer: „An Steigungen wie hier sind die Effekte noch stärker.“
Die von den Grünen vorgeschlagene Maßnahme an der A7 wäre lediglich „eine kleine, technisch einfache Anpassung: Es ist kein baulicher Eingriff notwendig, es entstehen keine Kosten für die Stadt, ausschließlich eine Verlängerung der bestehenden Verordnung um etwa einen Kilometer ist notwendig“,so Langer.
Abhilfe schaffen soll eine Resolution an das zuständige Ministerium, die heute im Gemeinderat zur Abstimmung gelangt. Text: „Der Gemeinderat beschließe folgende Resolution: „Der Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur wird ersucht, die auf der A7 Mühlkreisautobahn bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h in Fahrtrichtung Freistadt zu verlängern und erst nach Ende der Steigung nach dem Bereich der Anschlussstelle Linz/Dornach enden zu lassen.“














