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SO geht das!

Über die Erstellung des Linzer Kulturuentwicklungsplans 3

20. Juli 2026
in Kultur, Meinung
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„Kultur kann man nicht fressen“ – diesen Satz hört man gerne, wenn das Kulturangebot gegen existenzielle Bedürfnisse wie Nahrung, Wohnen oder Arbeit ausgespielt wird. Auch in Linz ist man schnell versucht, das aus dem Ruder laufende Budget bzw. die angespannte Schuldensituation mit der hierzulande hervorragend aufgestellten Kulturszene aufzuwiegen.

Ja, stimmt: In Linz ist das kulturelle Angebot vielfältig und breit aufgestellt, in vielen Bereichen sogar international anerkannt. Darf es in Zukunft vielleicht ein bisserl weniger sein? Mit dieser Frage hat man sich beim KEP3, dem bereits dritten Linzer Kulturentwicklungsplan, allerdings nicht vorrangig beschäftigt. Im Erarbeitungsprozess ging es vielmehr darum, wohin die künstlerische Reise führen soll, welche Schwerpunkte gesetzt werden und welchen sozialen sowie gesellschaftlichen Auftrag die Kultur in Linz bis 2035 zu erfüllen hat.

„Man stelle sich vor: Auch Verkehr, Stadtplanung oder andere würden ihre Zukunft genauso offen, breit und gewissenhaft mit den Betroffenen entwickeln. Undenkbar? Keineswegs. Frag‘ nach bei Doris Lang-Mayerhofer…“

Herausgekommen ist viel Spannendes – auch wenn man bei den 64 festgeschriebenen Maßnahmen häufig vage blieb und die acht definierten Schwerpunkte teilweise recht allgemein formuliert sind. Beim KEP3 gilt ohnehin: Der Weg ist das Ziel, das ist auch gut so. Kultur verträgt keine engen Bahnen. Sie lässt sich nicht „auf Befehl“ von oben verordnen.

Was allerdings absolut vorbildlich war, ist die „Road to KEP3“. Die Kulturabteilung rund um Gerda Forstner, Julius Stieber und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer gestaltete den Erarbeitungsprozess so breit, transparent und offen wie möglich. Zweieinhalb Jahre lang wurde gemeinsam mit mehr als 1.350 Kulturschaffenden und Kulturinteressierten an der kulturpolitischen Roadmap bis 2035 gearbeitet. Davon können sich viele andere Ressorts der Stadtregierung eine ordentliche Scheibe abschneiden. Man stelle sich vor: Auch Verkehr, Stadtplanung oder andere würden ihre Zukunft genauso offen, breit und gewissenhaft mit den Betroffenen entwickeln. Undenkbar? Keineswegs. Frag‘ nach bei Doris Lang-Mayerhofer…

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