Eine für 27. September geplante Veranstaltung der Austria Linz Islamischen Föderation (ALIF) im Volkshaus Neue Heimat sorgt für politische Kontroversen. FPÖ-Sicherheitsstadtrat Michael Raml fordert Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) auf, die Vermietung der städtischen Räumlichkeiten zu stoppen.
Auslöser ist ein Bericht der „Presse“ über die angekündigten Gäste. Demnach sollen bei der Mohammed-Gedenkveranstaltung unter anderem zwei leitende Muezzine der Hagia Sophia sowie ein türkischer Theologe auftreten. Die Zeitung berichtet über frühere Äußerungen bzw. Aktivitäten einzelner Gäste im Zusammenhang mit Hamas-Unterstützung und antisemitischen Aussagen.
Brisant ist auch der Veranstalter: ALIF bezeichnet sich selbst als regionale Vertretung der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Die Landespolizeidirektion OÖ ordnet Millî Görüş dem „politischen Islam“ zu und bezeichnet die Bewegung als „sehr fundamentalistisch“. Gleichzeitig hatte die LPD bei einer früheren Debatte betont, mit ALIF bestehe ein „gutes Einvernehmen“.
Raml fordert Absage
Für Raml ist die Einschätzung der Polizei dennoch ein Alarmsignal: „Die Stadt hätte niemals eine Zusage über die Vermietung eines Volkshauses erteilen dürfen“, kritisiert der Sicherheitsstadtrat und fordert Prammer auf, die Veranstaltung in einem städtischen Gebäude zu verhindern.
Die Stadt hatte gegenüber der „Presse“ erklärt, ALIF habe bereits mehrfach städtische Räumlichkeiten genutzt, ohne dass es zu Problemen gekommen sei. Eine Überprüfung der Organisatoren und eine Abklärung mit dem Verfassungsschutz seien jedoch möglich. Raml fordert künftig eine strengere Prüfung, bevor städtische Räume an Veranstalter vergeben werden, bei denen Hinweise auf islamistische oder extremistische Tendenzen bestehen.
Titelfoto: Stadt Linz















