Das geplante generelle Fütterungsverbot für Stadttauben sorgt in Linz weiter für Widerstand. Eine Online-Petition fordert die Stadt auf, das Vorhaben zu überdenken und stattdessen auf betreute Taubenschläge, kontrollierte Fütterung und Eiertausch zu setzen.
Die Forderung richtet sich insbesondere an den zuständigen Tierschutzstadtrat Michael Raml. Die Initiatoren argumentieren, dass ein Fütterungsverbot die Taubenpopulation nicht automatisch verkleinere. Stadttauben seien ausgesprochen standorttreu und würden bei fehlender Fütterung weiterhin in ihren angestammten Revieren nach Nahrung und Brutplätzen suchen.
Taubenhaus statt Futterverbot?
Als Alternative schlägt die Petition ein professionelles Taubenmanagement nach dem Vorbild anderer Städte vor: In betreuten Taubenschlägen werden die Tiere artgerecht gefüttert und gleichzeitig ihre Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Dadurch soll die Population langfristig reduziert werden. Gleichzeitig konzentriert sich ein großer Teil des Taubenkots auf die Schläge, wo er leichter entfernt werden kann.
Die Debatte beschäftigt die Linzer Politik bereits länger. Im April hatte die ÖVP ein Fütterungsverbot gefordert. Im August kündigte Raml schließlich entsprechende Maßnahmen an. LinzPLUS wiederum fordert seit Jahren betreute Taubenhäuser und verweist unter anderem auf Erfahrungen an der JKU. Die Petition verlangt nun konkret kein pauschales Fütterungsverbot ohne nachhaltige Alternative, betreute Taubenschläge sowie eine Zusammenarbeit der Stadt mit Fachleuten und engagierten Taubenschützern. Die Unterschriften sollen Bürgermeister Dietmar Prammer, Stadtrat Michael Raml und dem Linzer Gemeinderat übergeben werden.
-> Petition „Linz braucht eine nachhaltige Lösung für Stadttauben“ unterschreiben















