Mehr Licht und mehr Sicherheit im Linzer Volksgarten: Im Oktober werden 39 bestehende Lichtpunkte durch moderne Lichtstelen ersetzt. Die Stadt investiert dafür knapp 300.000 Euro. Bessere Sicht und weniger dunkle Bereiche sollen vor allem abends das Sicherheitsgefühl erhöhen. Vizebürgermeister Martin Hajart sieht darin einen wichtigen Schritt – fordert aber weitere Maßnahmen.
Der Volksgarten ist weit mehr als eine klassische Parkanlage. Durch seine zentrale Lage zwischen Hauptbahnhof, Busterminal und Landstraße ist er auch eine wichtige Fußgängerverbindung. Gleichzeitig ist er mit seinen Grünflächen, Spielmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten einer der wichtigsten öffentlichen Erholungsräume im Linzer Zentrum. Gerade deshalb ist das Thema Sicherheit hier besonders wichtig. In den vergangenen Monaten sorgten Alkohol- und Drogenkonsum, Nutzungskonflikte und wiederkehrendes problematisches Verhalten zunehmend für Diskussionen. Vor allem in den Abendstunden fühlen sich manche Parkbesucher unwohl oder meiden bestimmte Bereiche überhaupt.
„Der Volksgarten darf kein Ort sein, an dem sich Menschen unsicher fühlen oder Angst haben. Die Linzerinnen und Linzer haben ein Recht darauf, sich im öffentlichen Raum sicher bewegen zu können.“
39 neue Lichtstelen für den Linzer Volksgarten
Mit der Erneuerung der Beleuchtung setzt die Stadt nun einen konkreten Schritt. Insgesamt werden 39 bestehende Lichtpunkte demontiert und durch moderne Lichtstelen ersetzt. Dafür ist ein Kostenrahmen von 299.000 Euro vorgesehen. Die Arbeiten sollen bereits im Oktober 2026 umgesetzt werden. Besonders wichtig: Im Mittelpunkt steht dabei nicht einfach nur „mehr Licht“. Das gesamte Wegenetz soll gleichmäßiger und besser ausgeleuchtet werden. Gleichzeitig sollen auch angrenzende Grünflächen besser einsehbar sein. Dadurch entstehen größere Sichtweiten, die Orientierung wird erleichtert und dunkle Bereiche beziehungsweise klassische Angsträume sollen reduziert werden.
Sicherheit und Umweltschutz kombiniert
Bei der Planung wurde nicht nur darauf geachtet, den Park einfach möglichst hell auszuleuchten. Die neuen Lichtstelen sollen Sicherheit und ökologische Anforderungen miteinander verbinden. Die rückwärtigen Lichtmodule arbeiten mit einer warmen Lichtfarbe von 2700 Kelvin und verfügen über schwarze Reflektoren mit Komfortlinsen. Damit entsprechen sie den Anforderungen von Dark-Sky-Organisationen. Oder anders gesagt: Das Licht soll möglichst dort ankommen, wo es tatsächlich benötigt wird, während unnötige Lichtverschmutzung reduziert wird. Kurz: Eine Win-win-Situation für Mensch und Tier.
„Weitere Schritte müssen folgen“
Für Vizebürgermeister Hajart kann die neue Beleuchtung allerdings nur ein Teil einer umfassenderen Sicherheitsoffensive sein. Denn bessere Sichtverhältnisse alleine lösen weder die vielen Probleme mit Drogen und Alkohol noch Nutzungskonflikte oder problematisches Verhalten. „Der Volksgarten darf kein Ort sein, an dem sich Menschen unsicher fühlen oder Angst haben. Die Linzerinnen und Linzer haben ein Recht darauf, sich im öffentlichen Raum sicher bewegen zu können“, so Hajart. Mit der neuen Beleuchtung wird ein sehr wichtiger Schritt gesetzt, weitere müssen nun folgen – der Volksgarten hat es sich verdient.















