• 🇦🇹⚽🇮🇱 BRISANTES LÄNDERSPIEL: DEMO VOR ÖSTERREICH GEGEN ISRAEL
Heute Abend rollt in der Linzer Raiffeisen Arena der Ball – doch bereits Stunden vor dem Anpfiff wird es politisch: Am Linzer Hauptbahnhof, nur rund einen Kilometer vom Stadion entfernt, ist um 18 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Rote Karte für Völkermord“ angekündigt.
Aufgerufen haben „Palästina Solidarität Österreich“, „Palästina Solidarität Linz“ und „Solidarwerkstatt Österreich“. Die Gruppen wollen das Länderspiel nutzen, um auf die Situation in Palästina aufmerksam zu machen und massive Kritik an der israelischen Politik sowie an der Zusammenarbeit Österreichs mit Israel zu äußern.
⚽ Um 20:45 Uhr folgt dann Österreich gegen Israel in der Raiffeisen Arena.

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Mit der Straßenbahn von Linz nach Wels: Rote Zukunftsvision oder Schnapsidee?

10. Mai 2021
in Klima, Linz
Darf nun auch endlich heiraten: der  Linz Linien-Cityrunner 078

Darf nun auch endlich heiraten: der Linz Linien-Cityrunner 078

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Mit einer neuen Nahverkehrsidee gehen prominente Vertreter der SPÖ in den Wahlherbst: Demnach soll die Straßenbahn von der Trauner Kreuzung bis in den Welser Westen verlängert werden. Auch Bürgermeister Klaus Luger steht hinter der Idee, deren Kosten wohl bei 200 bis 250 Millionen Euro liegen. Mit der parallel verlaufenden Westbahnstrecke könnte die „Rote Linie“ (Arbeitstitel) freilich nicht mithalten: Die schnellsten Züge benötigen nur 12 Minuten, die Straßenbahn wäre weit über eine Stunde unterwegs. Charme hätte die Idee aber dennoch.

Was auf den ersten Blick aberwitzig klingt, hätte durchaus Potenzial, die Achse entlang der vielbefahrenen B1-Bundesstraße zu entlasten und auch den Nahverkehr in der achtgrößten Stadt Oberösterreichs, Wels, zu attraktiveren. „Durch die Verlängerung der bestehenden Straßenbahnlinie von Linz über Traun entlang der B1 bis in das Zentrum von Wels wird zehntausenden Menschen ein einfacher und kalkulierbarer Umstieg auf den öffentlichen Verkehr ermöglicht“, sagt der Impulsgeber und Welser Verkehrsstadtrat Klaus Schinninger.

Luger: „Verlängerung der Straßenbahn nach Wels in den Überlegungen berücksichtigen“
Mit Paul Mahr (Marchtrenk) und Klaus Luger (Linz) gibt es bereits zwei prominente SPÖ-Bürgermeister als Unterstützer für die „Rote Linie“. Luger: „Eine Verlängerung der Straßenbahn, die bereits jetzt weit über die Stadtgrenzen hinaus in das Gebiet südlich und südwestlich von Linz fährt, bis nach Wels sollte in den Überlegungen für ein Gesamtverkehrskonzept im Zentralraum jedenfalls berücksichtigt werden.“ Finanzieren müssten die Überland-Bim großteils das Land OÖ, der Bund und Wels. Linz käme günstig davon, da die Strecke nicht auf Stadtgebiet liegt. Die Linz Linien müssten aber wohl (anteilig) für den Ankauf und die Wartung der zusätzlichen Triebwägen mit aufkommen.

Auch Bürgermeister Klaus Luger spricht sich für eine Verlängerung der Straßenbahn ins 35 Kilometer entfernte Wels aus. (Bild/Screenshot: SPÖ Wels)

Spannend ist die Idee durchaus: Mit dem Flughafen sowie den Orten Pasching, Hörsching/Neubau, Unterhaid, Marchtrenk und der Welser Vorstadt gibt es große Siedlungsgebiete im direkten Einzugsgebiet der Straßenbahn, die als Zubringer zur Bahn und anderen Verkehrsmitteln dienen könnte.

200-250 Millionen Euro für die „Rote Linie“ nach Wels
19 Kilometer lang wäre das fehlende Stück zwischen der Trauner Kreuzung und dem Kaiser-Josef-Platz in Wels, knapp 23 Kilometer sind’s in den Welser Westen. 75 Millionen Euro kostete die 2016 eröffnete, 4,5 Kilometer lange Straßenbahnverlängerung von Leonding ins Trauner Zentrum, die etwa fünfmal so lange Strecke nach Wels würde grob geschätzt auf 200-250 Millionen Euro kommen.

Presseaussendung der Welser SPÖ zum Bim-Projekt Linz-Wels. (Bild/Screenshot: SPÖ Wels)

„Keine Konkurrenz zur Westbahn“
Klar ist auch: Mit der parallel verlaufenden Westbahnstrecke kann die Straßenbahn nicht konkurrieren. Während die schnellsten Züge für die Strecke Linz-Wels nur zwölf Minuten benötigen, bräuchte die Bim weit über eine Stunde. „Die neue Trasse stellt keine Konkurrenz zur bestehenden Zugverbindung zwischen Wels und Linz dar. Im Gegenteil: Sie bietet eine regionale und kluge Ergänzung für die Städte, aus denen täglich unzählige ArbeitnehmerInnen nach Linz oder Wels pendeln. Durch die Verlängerung wird zehntausenden Menschen ein einfacher und kalkulierbarer Umstieg auf den öffentlichen Verkehr ermöglicht“, heißt es in der Aussendung der Welser SPÖ. Als erster Schritt soll das Projekt nun auf Machbarkeit und Auslotung eines gemeinsamen politischen Willens untersucht werden. Und das dauert bekanntlich.

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