• 😂 „Niemand sagt URFIX!“
Monty Python hätte seine Freude gehabt: In ‚Das Leben des Brian‘ durfte man ‚Jehova’ nicht sagen – in Linz war es eine Zeit lang offenbar „Urfix“. Wie das?

Eine Privatperson hatte sich den Begriff als Wortmarke gesichert. Vizebürgermeister Martin Hajart machte dem Spuk ein Ende: Die Stadt meldete ‚Urfix’ selbst als Marke an und bekam nun vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) Recht.

🪨 Also liebe Linza: Ihr dürft wieder „URFIX“ sagen! Und wer es dreimal hintereinander ruft, wird nicht gesteinigt – sondern bekommt höchstens Durst auf ein Bier. 🍺😂

👉 www.linza.at/jetzt-darf-wieder-jeder-urfix-sagen/
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VAR, wir wissen wo dein Auto steht

Der LINZA-Sportkommentar zum Wochenende

9. August 2026
in Meinung, Sport
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Seit 2021 gibt es den VAR, den Video Assistant Referee in Österreich. Seither wird aus jedem zweiten Tor eine Wissenschaft und aus jedem Jubel eine Zitterpartie. 1,5 Millionen Euro kostet der Video-Schiri die Bundesliga pro Saison – Geld, das in der 2. Liga bewusst eingespart wird. Und genau dort hat man in den ersten beiden Runden gesehen: Fußball funktioniert auch ohne Fernsehregie. Vielleicht sogar besser. Höchste Zeit, dass dem VAR auch ganz oben der Stecker gezogen wird.

Die Zahlen sprechen Bände: In der Saison 2024/25 gab es bei 195 Bundesligaspielen nicht weniger als 1.235 VAR-Checks – also durchschnittlich 6,3 Überprüfungen pro Spiel. Daraus entstanden 72 Interventionen, in 61 Fällen wurde die Entscheidung des Schiedsrichters geändert, vom Killen des Momentums und des Spielflusses bei minutenlangen Unterbrechungen ganz zu schweigen. Für manche ist das Perfektion – für viele längst eine Überregulierung.

VAR im Einsatz: Eigentlich soll der Video-Schiedsrichter für mehr Gerechtigkeit sorgen – immer öfter werden minutenlange Überprüfungen aber selbst zum Ärgernis und bremsen Emotion und Spielfluss. (Foto: KI)

Dazu kommt: Der Video-Schiri kostet Geld. Geld, das letztlich den Vereinen fehlt. Meine Meinung: Schafft den VAR ab und investiert die 1,5 Millionen lieber in die Schiedsrichter. Macht einen Wettbewerb für den besten Referee Österreichs, belohnt gute Leistungen und hebt so das Niveau. Das bringt dem Fußball wahrscheinlich mehr als der hundertste Videocheck wegen eines halben Schuhs im Abseits.


Was ein VAR-Check anrichten kann, zeigte sich etwa im Dezember 2025 in Portugal: Beim Cup-Spiel Santa Clara gegen Sporting Lissabon dauerte die Überprüfung einer möglichen Elfmeterszene unglaubliche zwölf Minuten, ehe auf Strafstoß entschieden wurde.


Wie befreiend Fußball ohne VAR sein kann, hat das Zweitligaspiel Blau-Weiß Linz gegen Wacker Innsbruck am Wochenende gezeigt. Kaum Diskussionen, kaum Schauspielerei, kaum Rudelbildung. Stattdessen ließ Schiedsrichter Jakob Semler einfach Fußball spielen. Wer nach einem leichten Kontakt theatralisch den sterbenden Schwan machte, hatte Pech – der Schiri ließ weiterlaufen. Genau so soll’s sein. Kein G’scheitln, kein Dauergestikulieren, kein Warten auf den Funk aus dem Keller. Herrlich – Fußball, damals.


Beim FA-Cup-Spiel Bournemouth gegen Wolverhampton 2025 vergingen beim „Flöhe suchen“ acht Minuten: So lange dauerte die Überprüfung eines Bournemouth-Tores. Dabei wurde nicht nur nach einer möglichen Abseitsstellung gesucht, sondern gleich noch nach zwei möglichen Handspielen. Am Ende wurde der Treffer wegen Abseits aberkannt.


Und ja, natürlich gab es auch dort mögliche Fehlentscheidungen. Vor dem dritten Linzer Tor war vielleicht eine aus kurzer Distanz angeschossene Hand dabei. Na und? Absicht war’s keine, aufgeregt hat sich nachher kaum jemand. Mit VAR wäre wahrscheinlich wieder drei Minuten lang herumvermessen worden, bis irgendwer den Treffer einkassiert.

Am Ausgang des Spiels hätte das genau gar nix geändert. Und eines gilt im Fußball seit jeher: Über eine ganze Saison gleichen sich solche Entscheidungen aus. Das war schon vor dem VAR so – und daran hat sich bis heute nichts geändert. Also: VAR verpxxx dich, keiner vermisst dich!

 

 

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