Oberösterreich und Südböhmen liegen direkt nebeneinander – trotzdem waren die öffentlichen Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Regionen bisher eher überschaubar. Mit einer neuen internationalen Buslinie soll sich das nun ändern. Verkehrslandesrat Günther Steinkellner sieht darin einen wichtigen Schritt, um die Nachbarregionen enger zusammenzubringen. Die neue Verbindung könnte damit der Startschuss für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Oberösterreich und Südböhmen sein.
Mit der neuen internationalen Buslinie zwischen Oberösterreich und Südböhmen wird ein weiterer Schritt gesetzt, um die beiden Nachbarregionen enger miteinander zu verbinden. Seit 4. Juli verkehren im Rahmen eines Probebetriebs bis Ende Oktober Busse zwischen Bad Leonfelden, Vyšší Brod, Lipno nad Vltavou, Frymburk und Český Krumlov. Über abgestimmte Anschlüsse an die OÖVV-Buslinie 270 gelangen Fahrgäste außerdem bequem von und nach Linz.
Die neue Busverbindung richtet sich sowohl an Pendler und Einheimische als auch an Ausflügler und Urlaubsgäste. Sie verkehrt seit Anfang Juli an Wochenenden sowie an tschechischen Feiertagen jeweils dreimal täglich zwischen dem Mühlviertel und Südböhmen. Ab Bad Leonfelden startet der Bus um 9.28 Uhr, 13.28 Uhr und 17.28 Uhr. Neben Český Krumlov werden auch Vyšší Brod (Hohenfurth), Frymburk (Friedberg) und Lipno nad Vltavou (Lippen)angefahren. In Frymburk und Lipno bestehen zudem bequeme Umsteigemöglichkeiten zur Schifffahrt auf dem Moldaustausee. Ein zusätzlicher Pluspunkt für Radfahrer: Der Bus bietet Platz für bis zu 15 Fahrräder und eignet sich damit ideal für grenzüberschreitende Radtouren.
„Grenzüberschreitende Mobilität ist ein wichtiger Baustein für einen modernen Öffentlichen Verkehr in der Region. Die neue internationale Buslinie stärkt die Verbindung zwischen Oberösterreich und Südböhmen und eröffnet sowohl den Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern als auch den Gästen aus Tschechien neue Möglichkeiten, bequem und umweltfreundlich unterwegs zu sein“, sagt Verkehrslandesrat Günther Steinkellner.
Von einer besseren Anbindung profitieren jedoch nicht nur Ausflügler und Urlaubsgäste. Auch für Unternehmen eröffnet sie neue Möglichkeiten. Oberösterreich und Südböhmen zählen zu wirtschaftlich starken Regionen mit vielen Betrieben und engen Handelsbeziehungen. Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung erleichtert den Austausch von Fachkräften, stärkt den Wirtschaftsstandort und schafft neue Chancen für Arbeitsplätze auf beiden Seiten der Grenze.
Auch OÖVV-Geschäftsführer Klaus Wimmer sieht in dem Projekt ein wichtiges Signal: „Unser Ziel ist es, öffentliche Mobilität dort weiterzuentwickeln, wo Menschen im Alltag, in der Freizeit und im Tourismus tatsächlich unterwegs sind. Das endet nicht an der Landesgrenze. Funktioniert der Probebetrieb unserer Kollegen aus Tschechien gut und wird er auf beiden Seiten der Grenze von den Fahrgästen gut angenommen, vor allem auch mit den Anschlussbeziehungen in den oberösterreichischen Zentralraum über die OÖVV-Linie 270, so stehen wir einem Ausbau grenzüberschreitender öffentlicher Verkehrsanbindungen positiv gegenüber.“
Der Probebetrieb soll nun zeigen, wie groß das Interesse an einem solchen Angebot tatsächlich ist. Fällt die Bilanz positiv aus, soll daraus ein dauerhaftes Angebot entstehen.
















