• 🥾🎨 Neuer spannender Wanderweg vor den Toren von Linz!

In Kleinzell im Mühlkreis wird morgen, Samstag, der neue Kunstwanderweg eröffnet. Wir haben den Weg bereits vorab begangen und ein paar Schnappschüsse für euch eingefangen! 📸

Auf 7,6 Kilometern warten 20 Stationen mit 21 künstlerischen Interventionen – mitten in der wunderschönen Mühlviertler Landschaft.

🥾 Das Programm:
👉 10 Uhr: Infividuelle Erstbegehung ab Ortsplatz
🎶 15 Uhr: Musik im Pfarrhof
🎨 16 Uhr: Offizielle Eröffnung

Dazwischen gibt’s eine Labstelle beim Kerschbaumerhaus, für Speis und Trank sorgt die Ortsbauernschaft.
Samstag, Oktober 10, 2026
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„Die schöne Linzerin“: Gazmend Freitag setzt seinen erotischen Bilderzyklus fort

"Linz-Maler" auf neuen, verführerischen Wegen

9. Oktober 2026
in Kultur, Linz
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Der Mensch und sein Körper ist seit Jahren eines seiner zentralen Motive, jetzt hat der Linzer Künstler Gazmend Freitag ein neues Werk fertiggestellt: „Die schöne Linzerin“. Der Akt ist eine Fortsetzung seines Zyklus „Erotische Malerei“ und verbindet eines seiner wichtigsten künstlerischen Themen mit seiner Wahlheimat Linz.

Der Lebensweg des 1968 im Kosovo geborenen Gazmend Freitag verlief alles andere als geradlinig. Nach der Schule in Prizren begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Prishtina. Die politischen Umbrüche im damaligen Jugoslawien veränderten jedoch auch sein Leben grundlegend. 1990 verließ Freitag seine Heimat und ging zunächst nach Deutschland. Seit 2004 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Linz.

Gazmend Freitags „Die schöne Linzerin“ ist ein Akt des neuen Zyklus „Erotische Malerei“.

Ein neuer Akt: „Die schöne Linzerin“
Mit seinem jüngsten Werk kehrt Freitag zu einem Thema zurück, das ihn seit vielen Jahren begleitet. „Die schöne Linzerin“ zeigt einen weiblichen Akt und entstand als Fortsetzung seines Zyklus „Erotische Malerei“. Bei aller Schönheit (die sowieso im Auge des Betrachters liegt): Für Gazmend Freitag nicht die idealisierte Darstellung des Körpers im Vordergrund. Seine Aktbilder beschäftigen sich vielmehr mit Sinnlichkeit, Persönlichkeit und Ausdruck. Viele seiner Modelle stammen aus seinem persönlichen Umfeld – Freundinnen, Bekannte, Weggefährtinnen oder selbst künstlerisch tätige Frauen. Diese Nähe zwischen Künstler und Modell ist in vielen Arbeiten spürbar. Das Model, das mehrere Tage passiv an der Erstellung des Kunstwerks mitwirkte, ist eine waschechte Linzerin. Der Titel des neuen Werkes stellt nun auch ganz bewusst eine Verbindung zu jener Stadt her, die längst Freitags zweite Heimat geworden ist: Linz.

Der Mensch als Mittelpunkt
Porträts, Gesichter und insbesondere die weibliche Figur ziehen sich wie ein roter Faden durch Freitags Schaffen. Seine intensive Beschäftigung mit dem menschlichen Körper führte ihn 2013 und 2014 auch an die Kunstuniversität Linz, wo er bei Annelies Oberdanner einen Lehrgang für Aktzeichnen absolvierte. Diese Auseinandersetzung ist bis heute in seinen Arbeiten erkennbar. In seinen Bleistiftzeichnungen reichen oftmals wenige Linien sowie das Spiel von Licht und Schatten. Seine Ölgemälde treten dagegen kräftiger auf: Farbe, Körperlichkeit und malerischer Ausdruck gewinnen stärker an Bedeutung.

Zwischen Realismus und Expression
Eine eindeutige stilistische Schublade passt auf Freitag nur bedingt. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen gegenständlicher Malerei, Impressionismus und expressionistischen Elementen. Neben Öl arbeitet er unter anderem mit Bleistift, Kreide und Tusche.

Seine Kunst erzählt dabei auch von seiner eigenen Biografie. Motive aus dem Kosovo stehen neben Bildern seiner neuen Heimat. Linz, die Donau oder der Pöstlingberg finden ebenso Eingang in sein Werk wie Landschaften und Erinnerungen an den Balkan. Zwei Lebenswelten verbinden sich damit in seiner Malerei.

Von Linz bis Verona
Freitag ist seit Jahren auch über Linz hinaus präsent. 2014 nahm er an der ersten „Biennale of Creativity“ in Verona teil. Weitere Ausstellungen führten ihn unter anderem nach Wien, Salzburg und Bratislava. Werke von ihm befinden sich laut seiner Künstlerbiografie auch in der Kunstsammlung des Landes Oberösterreich und im NORDICO Stadtmuseum Linz.

In den vergangenen Jahren rückte gleichzeitig seine Wahlheimat immer wieder in den Mittelpunkt seines Schaffens. 2021 zeigte er im Alten Rathaus die Ausstellung „Mein Linz“, 2023 folgte unter anderem „Blüten“ im Botanischen Garten. 2024 waren „Linzer Impressionen“ zu sehen, 2025 widmete er im Wissensturm eine Ausstellung den Bäumen. Mit der „Schönen Linzerin“ kommt nun ein neues Kapitel hinzu. Diesmal steht nicht die Stadtlandschaft im Mittelpunkt, sondern der menschliche Körper – und damit jenes Motiv, das Gazmend Freitag seit vielen Jahren besonders intensiv beschäftigt.

 

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