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    Kooperatives Planungsverfahren Ebelsberg: Noch lange nicht am Ziel

    11. Februar 2017
    in Politik
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    Dieser Tage wurde von Bürgermeister Klaus Luger und Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein der erste Zwischenstand im kooperativen Planungsverfahren Ebelsberg präsentiert. „Linz ist mit dieser Vorgehensweise auf einem guten Weg“, sagt Stadtentwickler Lorenz Potocnik, der als Impulsgeber des Verfahrens gilt. „Wir müssen jetzt dranbleiben und das Jahrhundertprojekt Ebelsberg zu einem Meilenstein im Linzer Städte- und Wohnungsbau machen.“ Am Ziel sei man aber noch lange nicht, glaubt Potocnik – und präsentiert seine „10 Thesen für Ebelsberg“ – hier auch via VIDEO.

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    „Es braucht in Ebelsberg auch eine intelligente Verkehrslösung inklusive Rad-Highway ins Zentrum“, so Stadtplaner Lorenz Potocnik.

    Eine transparente Vorgehensweise samt kooperativem Planungsverfahren wurde von Lorenz Potocnik bereits vor über einem Jahr eingefordert – und von den Regierungsparteien erfolgreich umgesetzt. Auch über die Notwendigkeit einer vielfältigen Wohnmöglichkeit – weg vom Standard-Einheitsbrei, der unsere Bedürfnisse nicht mehr abbildet – ist man sich einig. „Jetzt geht es noch darum, leistbaren Wohnraum auch für die kleine Brieftasche zu schaffen. Derzeit nehmen die Wohnkosten einen viel zu hohen Anteil des Einkommens ein. Wir müssen hier runter auf maximal ein Drittel“, so Potocnik.

    Neue Wohnformen fürs Alter           
    Als weiteres „Muss“-Beispiel nennt Potocnik das Thema „Wohngruppen statt Altersheime. Ebelsberg ist eine Riesenchance, unsere Alten zukunftsweisend unterzubringen. In 20 Jahren ist ein Drittel der Bevölkerung über 65. Es braucht Alters-WGs – größere Wohnungen, die jedoch in den normalen Wohnbau hineingestreut werden.“  Schweden sei hier ein Vorbild: „Dort werden gar keine klassischen Altersheime mehr gebaut.“

    Radschnellweg in die City   
    Es sei zudem unumgänglich, die Straßenbahnführung neu zu denken – und zwar in Form einer Verlegung mitten durch das zukünftige Zentrum des ehemaligen Kasernengeländes. „So wird der Weg zum öffentlichen Verkehr noch kürzer und das Wohngebiet zusätzlich aufgewertet.“ Ein Hauptthema sei auch der Autoverkehr, der bereits jetzt dramatische Ausmaße annimmt. „Wie soll dieser mit dem bestehenden Straßennetz und den Flaschenhälsen beim Umfahrungstunnel und im Zentrum Ebelsbergs künftig bewältigt werden können?“
    Unbedingt zu planen ist laut Potocnik auch ein neuer Radschnellweg in die City: „Distanzen bis acht Kilometer sind mit dem Rad und gerade mit dem E-Bike am kostengünstigsten und schnell zu überwinden – und das von Tür zu Tür. Vorbild muss hier Europas Radhauptstadt Kopenhagen sein: Dort werden bereits mehr Wege mit dem Rad als mit dem Auto zurückgelegt.“

    Nicht nur Wohn-, sondern auch Arbeitsplätze schaffen         
    Derzeit wohnen 18.000 Menschen im Linzer Süden, aber es gibt nur 2.500 Arbeitsplätze: „Bald leben hier 30.000 Bewohner. Wenn die nicht alle ins Auto steigen sollen, müssen wir unbedingt Anreize und Möglichkeiten schaffen, dass sich im näheren Umkreis auch Unternehmen ansiedeln können.“

    Alt trifft neu: kontinuierliches Stadtteilmanagement ist Pflicht  
    Ein langfristiges, kontinuierliches Stadtteilmanagement ist für das Projekt unumgänglich, so Potocnik: „Stadtteilarbeit sorgt sich darum, dass nicht nur Häuser entstehen, sondern auch eine Gemeinschaft. Damit wird sozialen Spannungen und Konflikten vorgebeugt und die Integration der Neuen in bestehende Gemeinschaften erleichtert.“ Die bereits jetzt in Ebelsberg lebenden, 5.000 Menschen müssen „mitgenommen“ werden: „Veränderungen sind immer mit Ängsten und Befürchtungen verbunden. Diese muss man ernst nehmen. Gelder für Streetworker und Stadtteilbetreuer müssen daher langfristig gesichert werden.“

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