Aber holla: Das Neue Jahr steht vor der Tür. Unsere Kollegen von der verQUERt-Redaktion haben einen Blick in die Glaskugel geworfen und dabei gesehen, was auf Linz 2026 zukommt. Vorhang auf!
12. Jänner 2026: Bürgermeister-Neuwahl.
Und schon wieder ist es passiert: Die Wahlkommission der Bürgermeisterwahl 2025 findet beim Neujahrsputz eine irrtümlich nicht ausgezählte Wahlurne. Inhalt: 25.152 Stimmen für KPÖ-Kandidatin Gerlinde Grünn, die damit nachträglich auf Platz 1 gereiht wird. Die Wahl wird jedoch von Bundespräsident van der Bellen annulliert. Grund: Einmischung aus Russland (mehrere Moskau-Drohnen sollen über den historisch belasteten Hitlerbauten am Bindermichl Pro-Gerlinde-Grünn-Flugblätter abgeworfen haben). Bei der Wiederholungswahl gewinnt dann FPÖ-Kandidat Michel Raml, seltsamerweise mit exakt 88,8 Prozent. Diesmal kommt eine Protestnote aus Russland, die aber ungehört verhallt. Der künftige Ex-Bürgermeister Dietmar Prammer von der SPÖ wechselt daraufhin völlig enttäuscht in die Privatwirtschaft und wird Büroleiter bei der angesehenen, völlig privaten Privatstiftung L36.
20. Februar 2026: Jahrmarkt-Gelände Ideenwettbewerb: Siegerprojekt wird umgesetzt
Jahrelang wurde getüftelt, hunderte spannende Ideen gingen ein – jetzt geht es endlich an die Umsetzung der Neugestaltung des Jahrmarktgeländes. Gewonnen hat das Projekt “LIPA _ Linz Parkt”. Der visionäre Plan sieht vor, dass das Gelände an der Donau zukünftig als “urbaner, kostenloser und ganzjähriger Großparkplatz für Pendler und Linz-Besucher genutzt wird”, zusätzlich soll hier “zweimal jährlich ein Jahrmarkt mit Volksfestcharakter” stattfinden. Die Parkplatz-Idee fand bei der Jury besonderen Anklang, denn “ein kostenloser Großparkplatz fehlt am Jahrmarktgelände seit einigen Jahren schmerzlich”, so das Experten-Urteil.
Das eigentlich bereits beschlossene Donauinsel-Projekt fiel hingegen wegen Verkehrsanbindungsproblemen (fehlender Autobahnanschluss) durch. Anrainer-Proteste, die die Umsetzung der versprochenen Begrünung des Areals fordern, kommt man dennoch großzügig entgegen: Die geplanten Beton-Sitzstufen am Wasser sollen mit grüner Farbe optisch renaturiert werden.
10. März 2026: Linzer Finanzen saniert
Überraschender, aber umso erfreulicher Geldregen für die schwer verschuldete Stadt Linz: Im Postfach von Finanzreferenten Gegenhuber trudelt ein Mail der „königlichen spanischen Lotteria“ ein: „Sie habe gewone 937.332.186 Euro.“ Die Schulden Der Stadt in Höhe von einer Milliarde Euro sind damit auf einen Schlag getilgt. In einer offiziellen Aussendung der Stadt wird der 10. März zum immerwährenden Feiertag festgelegt, der Volksmund nennt ihn fortan „Spanische Weihnachten“. Die zur Gewinnanforderung vorab benötigte Bearbeitungsgebühr von 12,5 Millionen Euro wird vom umsichtigen Stadtsenat einstimmig durchgewunken.
12. April 2026: Neuestes Linzer Hochhausprojekt
Das war zu erwarten: Linz wird von einer EU-Kommission einstimmig zur “Unwidmungshauptstadt Europas“ ernannt. Grund für diese hohen Auszeichnungen seien „die unzähligen, völlig intransparent abgewickelten Umwidmungen” und die “völlig ohne jede Regel errichteten Hochhäuser mit Anlegerwohnungen”, so das einhellig euphorische Urteil der Kommission.
Gestärkt durch diese Unterstützung aus Brüssel geht Linz gleich sein neuestes Hochhausprojekt an: den 555 Meter hohen “SPEKULATIONS TOWER” (kurz „Spekulazi-Turm“) mit 1.200 Anlegerwohnungen. Die horrenden Kosten von 1,2 Milliarden Euro will die Stadt durch eine großzügige Umwidmung des restlichen Linzer Grüngürtels in Bauland hereinbekommen. “Die Parkplätze beim neuen Hochhaus werden selbstverständlich mit mobilen Bäumen und Kunstrasen ordentlich begrünt”, wischen die Stadtverantwortlichen mögliche Versiegelungs-Bedenken vorab vom Tisch.

22. Mai 2026: LASK wird (doch nicht) österreichischer Meister
Durch ein Last Minute-Tor auswärts in der letzten Runde in Altach sichert sich der LASK völlig überraschend den Meistertitel in der Bundesliga. Die Freude währt aber nur kurz: Als in der letzten Minute der Nachspielzeit (97.) mehrere Fans mit einem Transparent aufs Spielfeld laufen, um gegen die rosa Auswärtsdressen ihrer Mannschaft zu protestieren, wird die Partie abgebrochen und nachträglich mit 3:0 für Altach gewertet. In der kommenden Saison soll nun ein Neuanfang mit dem neuen Trainer Thomas Sageder, der den glücklosen Didi Kühbauer ablöst, gelingen. Um den neuerlichen Neustart nachhaltig abzusichern, wurde Sageders Vertrag weitblickend bis 2035 verlängert, inklusive Option bis 2040.
27. Juni 2026: Hauptplatzbegrünung 2.0
Mutig und zügig voran schreitet die Baumoffensive der grünen Linzer Stadträtin Eva Schobesberger. Als „grünes Leuchtturmprojekt“ wird die Abtragung der vollversiegelten, historisch wenig auffälligen Dreifaltigkeitssäule am Linzer Hauptplatz bejubelt. Diese wird durch eine Linde in einer Holzkiste ersetzt. In der dazugehörigen Presseaussendung der Grünen wird auch der Sieg über das Patriarchat („Die Pestsäule ist ein ekelhaftes Phallussymbol und muss weg!“) bejubelt.
7. September: Westringtunnel-Baustopp
Oje, bei der Westring-Baustelle gibt es erneut Ungemach: Weil Oberbohrmeister Radek Pschinksy aus Polen den Tunelbohrplan verkehrt herum aufhing, bohrte man monatelang in die falsche Richtung. Erst als der Bohrkopf nahe Walding die Oberfläche durchbricht und man statt des Hauptbahnhofs völlig verwundert auf Elefantendame Bimbi im Tierpark Walding trifft, bemerkt man den Fehler. Neuplanung, zurück zum Start, die Fertigstellung verzögert sich auf April 2045.

12. Oktober 2026: Linzer Impfweltmeister
Was für ein Held: Der Linzer Martin Sommerauer (43) erhält weltweit als erster Mensch die 100. Corona-Boosterimpfung und gilt damit für mindestens vier Wochen als „vollimmunisiert“.
07. November 2026: Klimakleber blockieren Linz Airport
Cosma-Andree Sengstbratl aus Alturfahr (21, Pronomen they/them) pickt sich mit fünf Artgenossen auf der Startbahn des Linzer Flughafen fest. Grund: „die enorme Belastung des Klimas durch die vielen Flugzeuge“. Die Aktion gelangt allerdings erst zwei Wochen später an die Öffentlichkeit, als Flughafen-Kehrmeister Kevin Fleischanderl aufgrund der bevorstehenden Landung einer einmotorigen Cessna die Runway kehren will.

02. Dezember 2026: Baustopp beim S-Bahn-Projekt
Auch das noch: Wenige Stunden vor dem Spatenstich zur Linzer Stadtbahn ziehen die Projektgegner eine einstweilige Verfügung aus der Tasche. Inhalt: Am Donaudamm, wo die Trasse der neuen S-Bahn verlaufen soll, wurde eine bislang noch nicht bekannte Lurchart entdeckt: Der „Gemeine Donauquaker“, eine hässliche, grau-grüne Kröte mit – nona – Froschaugen und übelriechenden Pusteln soll nur hier auf den Abhängen des Donaudammes leben und daher besonders schützenswert sein.
Eine zeitaufwändige Umplanung der Trassenführung der S7 ist unausweichlich: Statt nach Gallneukirchen soll die Bahn nun über den Haselgraben nach Zwettl an der Rodl weiter bis nach Unterweißenbach führen, von wo aus eine Schnellbusverbindung nach Linz eingerichtet wird. Die Fahrzeit von Gallneukirchen nach Linz steigert sich dadurch unerheblich auf 2:40 Stunden. Die Medien berichten von einem Meilenstein, der sowohl die Natur als auch Verkehrsinteressen berücksichtigt.




























