• ⚽️ 2. LIGA BOOMT – WENN MAN VIER TEAMS WEGRECHNET… 😜
Erfreuliche Entwicklung in Österreichs zweithöchster Spielklasse: Die Top 12 der 2. Liga kommen aktuell auf durchschnittlich 1.755 Fans pro Heimspiel – im Vorjahr waren es nur 1.201. 📈👏
Wären da nicht die vier Amateurteams von Sturm, Austria, Rapid und Salzburg: Deren überschaubarer Publikumsandrang drückt den Liga-Schnitt auf knapp 1.400 Zuschauer. Viele Heimspiele dieser Klubs laufen quasi  unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Kein Wunder also, dass aktuell wieder über die Rolle der Zweitteams im Profifußball diskutiert wird – und die Idee einer eigenen Nachwuchsliga wieder aufflammt. Die frühere, durchaus spannende  U21-Meisterschaft wurde bekanntlich 1998 eingestellt.
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„Monte Schlacko“ – am vierthöchsten Gipfel von Linz

24. März 2023
in Freizeit, LINZAgschichten
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Linz hat mit der Gis (957m), dem Pfenningberg (616m), dem Pipieterkogel (567m), dem Pöstlingerg (539m) und dem Freinberg (405m) gleich fünf Hausberge – den sechsten kennt allerdings kaum jemand: Es ist der „Monte Schlacko“ am Werksgelände der voestalpine – der höchste von Menschenhand aufgeschüttete Berg Österreichs. Der aus Rückständen aus der Stahlerzeugung aufgetürmte Berg weist eine Höhe von ca. 375m ü.d.M. auf. 

Weltweit knapp 50.000 Mitarbeiter, über 12 Milliarden Euro Jahresumsatz: Der voestalpine Konzern mit Hauptsitz in Linz ist nicht nur der größte Arbeitgeber der Stadt, sondern auch das sechstgrößte Unternehmen Österreichs. In der Stahlproduktion des voestalpine Konzerns fallen am Standort Linz jährlich etwa 500.000 Tonnen Schlacke an, deren Hauptkomponenten sind Eisenoxid, Kalziumoxid und Siliziumdioxid. Der Entstehungsprozess von LD-Schlacken ist vergleichbar mit jenem natürlicher magmatischer Gesteine. Schlacke wird weltweit als Rohstoff für Beton und Asphalt auf Straßen und Flughäfen Verwendung findet.

Gipfelblick vom „Monte Schlacko“.

LD-Schlacke ist härter und kompakter als Naturgestein, Straßen halten somit länger. Der geringere Abrieb ist zudem auch ein wichtiges Argument in Bezug auf die Feinstaubbelastung. Umweltorganisationen stufen Schlacke jedoch als bedenklich ein, da möglicherweise problematische Stoffe ausgewaschen werden können.

Weil durch die enorme Stahlproduktion enorme Mengen anfallen, werden diese u.a. auch auf großen Flächen am Werksgelände der voestalpine gelagert. Mittlerweile haben sich über die Jahrzehnte riesige Berge dieses Materials gesammelt. Am Werksgelände steht aktuell zwar  noch ausreichend Lagerflächen zur Verfügung (die Schlackeberge wachsen immer noch), dennoch wird die anfallende Schlacke auch per Zug nach Tschechien transportiert, wo es 50 Kilometer nördlich der  Grenze eine weitere Lagerstätte in Form von Schlammteichen, die verfüllt werden, gibt.

Mondandschaft: Der „Monte Schlacko“ in seiner vollen Pracht.

 

Die Natur schlägt zurück
Zurück nach Linz: Am Donauufer gegenüber von Steyregg geht es steil hinauf, der höchste Punkt ist der „Monte Schlacko“, der sich über 100 Meter über die Donau erhebt und einer Mond- oder Marslandschaft gleicht. Zum Vergleich: die höchsten menschengemachten „Berge“ sind die Pyramiden in Ägypten, die bei ihrem Bau bis zu 146 hoch waren.

Auf der Rückseite des „Monte Schlacko“ erkämpft sich die Natur ihren Platz zurück.

So abstoßend der Berg auch von vorne wirkt: Auf der Rückseite gewinnt selbst in so einer unwirtlichen Gegend die Natur die Oberhand – mit grünen Wiesen und sogar kleinen Bäumen, die sich hier über die Jahre angesiedelt haben. Schön zu sehen und zu fotografieren ist der Monte Schlacko perfekt bei den Linzer Hafenrundfahrten. Besteigen kann man den „Grauen Riesen“ leider nicht, da er auf dem Werksgelände der voestalpine liegt.

INFO: der „Monte Schlacko“
Unter den Linzer Hausbergen ist der „Monte Schlacko“ am voestalpine-Werksgelände der Bemerkenswerteste. Am besten zu sehen ist der menschengemachte 100-Meter-Gigant vom Schiff der Linzer Hafenrundfahrt aus, das bis zur Traunmündung fährt. Ähnlich hohe, von Menschenhand gemachte Berge gibt es in Deutschland – etwa den  112 Meter hohen Deusenberg in Dortmund, ein Ergebnis jahrzehntelanger Müllablagerung; oder  die „Halde Rheinpreußen“ in Moers. Der 70m hohe Berg entstand durch Abbaumaterial aus dem Bergbau und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Im bayrischen Hirschau befindet sich der „Monte Kaolino“ – ein 120 Meter hoher Berg aus 32 Millionen Tonnen blendend weißem Quarzsand. Dort wurde sogar ein Freizeitpark samt Achterbahn gebaut.

Fotos: Sengstbratl

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