• Aus der groß angekündigten Neugestaltung der Linzer Donauuferkante bleibt am Ende wohl nur eine Mini-Lösung übrig. Statt einer umfassenden Aufwertung sollen um rund 1,7 Millionen Euro lediglich eine Sitzstufe, eine Aussichtsplattform und einige Sitzbänke entstehen – auf gerade einmal rund 100 Metern eines insgesamt einen Kilometer langen Uferabschnitts – das soll der Stadtsenat diesen Donnerstag beschließen.

👉 www.linza.at/jahrmarktstrufen/
Mittwoch, August 5, 2026
LINZA!
  • Home
  • Linz
  • Land
  • Politik
  • Sport
  • Freizeit
  • Meinung
  • Unterwegs
  • Events
  • Galerie
  • ePaper
  • Umfrage der Woche
No Result
View All Result
  • Home
  • Linz
  • Land
  • Politik
  • Sport
  • Freizeit
  • Meinung
  • Unterwegs
  • Events
  • Galerie
  • ePaper
  • Umfrage der Woche
No Result
View All Result
LINZA!
No Result
View All Result

Plädoyer für den Linzer Donaustrand

4. Dezember 2014
in Meinung
0
SHARES
9
VIEWS
Share on Facebook

Eigentlich war das Thema Donaustrand in Linz nach dem Sommer 2014 durch: Das von Kunstuni-Studenten hingeschusselte „Konzept“ war keines, sondern eher unter D wie „Dilletantisch“ abzuheften. Dann kam auch noch der Entschluss der via donau, die urbanen Badeplätze am Steinmetzplatzl und beim Winterhafen großzügig zu erweitern: Da braucht man doch keinen Citybeach im Donaupark mehr, an dem man nicht mal baden kann. Doch, braucht man doch.

Eigentlich geht’s um ein seit vielen Jahren schwelendes Politikum: Der (Gott hab‘ ihn selig) rote Dobusch drehte jede Idee zur Belebung des Donauraumes ab. Nicht weil die Vorschläge mies gewesen wären. Nein, sondern vor allem aus einem Grund: weil diese – manchmal zugegenbermaßen etwas schrägen – Denkanstöße von der ÖVP kamen. Und für die Roten daher grundsätzlich „gaga“ waren. Auch Dobusch-Nachfolger Klaus Luger fiel diesem reflexartigen Verhalten anheim und wurde mittels SPÖ-Postwurfsendungen nicht müde, zu betonen, dass Linz doch jetzt schon am großen Fluss liegt und es dort eh schon aber sowas von „linzelt“. Noch mehr Donau und wir stünden mit den Wadeln schon im Wasser. Quasi.

Doch Klaus Luger sei nicht unrecht getan: Er hat das Thema einfach unterschätzt. Macht er ja ganz gerne. Stichwort Eisenbahnbrücke und Volksbefragung. Zurückrudern hieße für ihn vielleicht Gesichtsverlust, was da wie dort natürlich kompletter Humbug ist. Dem Stadtmenschen Luger liegt die Geschichte mit Sicherheit am Herzen. Anders ist es auch nicht vostellbar, dass sein Vizebürgermeister und Parteikollege Christian Forsterleitner jetzt den ÖVP-Vorstoß mit den Worten „Gefällt mir sehr gut – machen wir gemeinsam was daraus“ zur weiteren Beamtshandlung wohlwollend kommentierte.

Aber warum überhaupt ein Donaustrand mit Gastronomie, aber ohne Bademöglichkeit mitten in der City?

Nun: Am Wiener Donaukanal haben sich mittlerweile über ein Dutzend Cafés und Bars mit Beach-Feeling etabliert. Dort käme kein Hipster (alle „Normalos“ übrigens auch nicht) auf die Idee, baden zu wollen. Wie denn  auch – bei drei Meter hohen Kaimauern und einem bedrohlich flott dahinfließendem Donaukanal.
Oder Frankfurt: Auch dort reiht sich eine Beach Bar an die nächste an die nächste an die nächste. Ans Baden denkt bei den Hessen ebenfalls kein halbwegs vernünftiger Geistesmensch. Aber nicht wie in Wien wegen unüberwindbarer Kaimauern. Vielmehr ist der Fluss dort eine Kloake: „Der Main erfüllt die Anforderungen an ein Badegewässer nicht, er enthält zu viele Krankheitserreger“, gibt die Stadt Frankfurt in einer offiziellen Stellungnahme kleinlaut zu. Tu felix Linz – unsere Donau schwankt bei der Wasserqualität zwischen Gut und Ausgezeichnet. Doch drauf geschissen: Paris, Berlin, London, München – egal, wohin man schaut in Europa: Baden ist nirgendwo das Grundbedürfnis eines City Beaches.

Beim Projekt Donaustrand geht’s vielmehr ein um urbanes Lebensgefühl: im Sand oder im Strandstuhl sitzen, liegen, kauern, knozen; und der Sonne zusehen, wie sie hinter dem Pöstlingberg verschwindet und Linz in der Abenddämmerung zurücklässt; mit den großen internationalen Kreuzfahrtschiffen mitbangen, ob sie das knappe Wendemanöver direkt vor Brucknerhaus auch hinbekommen, um danach anzulegen und hunderte Touristen aus der ganzen Welt auszuspeien und auf unsere City loszulassen; um Freunde zu treffen, zusammenzukommen; um sich in der nach 40 Jahren immer noch sehr gefälligen Glasfassade des Brucknerhauses wiederzuerkennen; oder auch um sich einfach nur über vorbeidefilierende leinenlose Hundebesitzer zu mokieren: Das ist Linz, das ist Donau. Das ist Linz AN der Donau. Und darum braucht’s den Donaustrand beim Brucknerhaus. Wer das nicht so sieht, soll – nein nicht baden, sondern sich brausen gehen 😉

wilson holz

 

Previous Post

DONAU LINZ: Trainer Scheiblehner tritt zurück

Next Post

30 Jahre Linzer Posthof

Next Post
Seit 30 Jahren ein Fixstern im Linzer Kulturleben: der Posthof

30 Jahre Linzer Posthof

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Meistgelesen
  • Comments
  • Neueste

Bereits 59 Gastro-Betriebe: Die Plus City wird zur „Gastro City“

29. Juli 2026

Nach schwerem Schleusenunfall: „Nasen-OP“ für Anna Katharina in Linz

3. August 2026

Drei Hände in mir

20. Juli 2026
Screenshot

Ehemaliger Taubenmarktbrunnen, der „nicht im Freien betreibbar“ war, steht jetzt wieder im Freien

30. Juli 2026

1,7 Millionen Euro für 100 Meter Donau

Sonnensegel statt „Millionen-Bäume“?

Nach 103 Tagen: Kommt jetzt das Taubenfütterungsverbot?

Beachsoccer-Hochburg Linz: lang, lang ist’s her…

1,7 Millionen Euro für 100 Meter Donau

5. August 2026

Milo – der „Meisterkapitän“ von 1974 wird 80!

5. August 2026

Nach 103 Tagen: Kommt jetzt das Taubenfütterungsverbot?

4. August 2026

Beachsoccer-Hochburg Linz: lang, lang ist’s her…

4. August 2026

LINZA auf Facebook

Loading...

Schlagwörter

altstadt baier bim blauweiss blauweiss linz blau weiss linz blue danube airport donau donau linz donauparkstadion ebelsberg eisenbahnbrücke flughafen flughafen linz Flüchtlinge forsterleitner fpö franz zeiger gemeinderat grüne Gugl haimbuchner höhenrausch kunesch Landstraße lask LINZ linz ag linz linien luger NEOS posthof potocnik pöstlingberg pühringer rathaus remembar schobesberger spö stadion straßenbahn tabakfabrik wimmer zeiger övp

Kontakt

Am Alten Feldweg 4
4040 Linz
Österreich
holzleitner(at)linza.at

Das LINZA stadtmagazin erscheint online täglich frisch auf www.linza.at und etwa alle zwei Monate als Print- und pdf-Magazin. Wir sind LINZA!

Neueste Beiträge

  • 1,7 Millionen Euro für 100 Meter Donau
  • Milo – der „Meisterkapitän“ von 1974 wird 80!
  • Nach 103 Tagen: Kommt jetzt das Taubenfütterungsverbot?

Nach Kategorie durchsuchen

  • Allgemein
  • Events
  • Freizeit
  • Galerie
  • Klima
  • Kultur
  • Land
  • Linz
  • LINZAgschichten
  • Meinung
  • Politik
  • Sport
  • Umfrage
  • Unterwegs
  • verQUERt I Satire
  • Wels
  • Downloadbereich
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Kontakt

© 2025 wilson holz I Wilhelm

No Result
View All Result
  • Home
  • Linz
  • Land
  • Politik
  • Sport
  • Freizeit
  • Meinung
  • Unterwegs
  • Events
  • Galerie
  • ePaper
  • Umfrage der Woche

© 2025 wilson holz I Wilhelm