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Schmieden für die Schweizergarde

5. Februar 2025
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Wie in einer Filmkulisse wähnt man sich in der Schmiede der Brüder Schmidberger in Molln. In der seit dem 14. Jhdt. betriebenen Esse ist aber jedes Staubkorn authentisch. Sogar die Schweizer Garde zählt zum Kundenkreis.

Die Schweizergarde sichert die Zugänge zur Vatikanstadt, zur Sommerresidenz des Papstes in Castel Gandolfo und ist auch für die persönliche, irdische Sicherheit des höchsten Vertreters  der katholischen Kirche verantwortlich. 500 Jahre hielten die Rüstungen der treuen Gardisten, Neuanschaffungen mussten her, freilich waren strengste historische Vorgaben für das Rüstzeug der päpstlichen Sicherheitsgarde einzuhalten. Ein Fall für echte Spezialisten, wie sie die Brüder Georg und Johann Schmidberger sind. 70 Rüstungen und Helme haben die beiden für die Schweizergarde gefertigt, bei der Übergabe waren sie selbst mit dabei, die gesamte Familie rund um den kürzlich verstorbenen Vater Johann saß gleich hinter dem Schweizer Bundespräsidenten.

Johannes Schmidberger führt eine jahrhundertealte Tradition fort.

Der „Schmidt bei der Lackn“ besteht seit dem 14. Jahrhundert, die Gegend rund um Molln in der Region Pyhrn-Eisenwurzen war einst bekannt und so etwas wie das Epizentrum der Schmiedekunst. Nirgendwo wurden bessere Sensen geschmiedet als hier, heute sind die Stückzahlen der „antiken Mähmaschinen“ gegen Null tendierend, nur so mancher Altbauer  schwingt noch die früher omnipräsenten Sense. Alleine in Molln gab es einst neun Schmieden, übriggeblieben ist eine einzige. Die Schmidbergers haben die Zeichen der Zeit erkannt und sich rechtzeitig spezialisiert – auf historische Waffen,  Harnische und Helme. Aber auch Alltägliches wie Grabkreuze, Hufeisen und Maultrommeln fertigen die „eisernen Brüder“ noch.

Johannes Schmidberger mit einem selbst geschmiedeten Helm der Schweizergarde.

Die Arbeiten  von Johannes und Georg Schmidberger, die den Betrieb von ihrem Vater vor zwölf Jahren übernahmen, sind selbst von Fachleuten kaum von  den jahrhundertealten Originalen zu unterscheiden – ein Grund, warum auch das weltbekannte Landeszeughaus in Graz auf die Zusammenarbeit mit dem Duo setzt.
Über die Grazer kam auch der Kontakt und Auftrag der Schweizergarde zustande: Der damalige Papst Benedikt war 2006 zu Besuch in Mariazell, die Steirer überlegten, was sie ihm schenken sollten. Man kam auf die Idee, dem „Papa“ einen originalen, 400 Jahre alten Harnisch aus dem Landeszeughaus zu überreichen. „Aber die passten natürlich nicht, weil die Leute früher viel kleiner waren“, erinnert sich Johannes Schmidberger an den ersten Kontakt: „Das Landeszeughaus Graz hat uns dann aufgrund der bisherigen Zusammenarbeit empfohlen. Wir produzierten dann den ersten Harnisch für den damaligen Kommandanten der Schweizergarde.“ Im Vatikan waren sie begeistert, daher folgte der Auftrag für insgesamt 70 Harnische in acht verschiedenen Größen. Schmidberger: „Aktuell produzieren wir die Helme, die ebenfalls eine sehr große Herausforderung sind.“ An einem Offiziers-Harnisch arbeitet Schmidberger übrigens um die 400 Stunden – Handarbeit in allerbester Reinkultur. Ob es denn irgendwo noch eine Schmiede gibt, die Ähnliches produzieren könnte? „In der Qualität und Bandbreite gibt es glaube ich keine zweite“, sagt Johannes Schmiedberger ein wenig stolz und verlegen zugleich.  

Handwerk im besten Sinn.

Es folgten weitere spannende Aufträge und Kleinserien. So wurde etwa Bruno Ganz in seiner Lebensrolle als Odysseus von den Mollner Schmieden in Eisen gelegt. Auch für Plácido Domingo, der den Feldherrn Othello gab, und für Klaus Maria Brandauer (als Wallenstein) wurden Rüstungsteile gefertigt. Schmidberger: „2018 folgte ein Auftrag von den Salzburger Festspielen, vor einigen Jahren haben wir für die Genfer Aufführung des Rings der Nibelungen die kompletten Requisiten bis hin zu Schwertern und Speeren gefertigt.“ Auch für Städte und den Erhalt ihres historisches Erbes arbeiten die Schmidbergers – wie etwa kürzlich für Steyr und Wels.

Wer nicht nur zuschauen will, kann sich bei Georg Schmidberger unter fachkundiger Anleitung sogar sein eigenes Schwert schmieden und noch am selben Tag mit nach Hause nehmen – der Begriff „Feuereifer“ ist dabei jedem Teilnehmer an der schweißtriefenden Stirn anzusehen. Weitere Infos: www.schmiede-schmidberger.at

 

Wilhelm Holzleitner

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