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Wucher auf den heimischen Skihütten: Wer soll das noch bezahlen?

19. Februar 2024
in Freizeit
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Frankfurter mit Gebäck um 9,60€, Spaghetti Bolognese um 18€ und die Halbe Bier um 8,50€: Die Arbeiterkammer hat die Preise in heimischen Skihütten erhoben und dabei einen erschreckenden Preisanstieg von bis zu 60% in den letzten zehn Jahren festgestellt – und damit fast doppelt so viel wie die Inflation.

Dass das Geschäft trotzdem noch so gut funktioniert, dafür sorgen vor allem die ausländischen Skitouristen, die fast jeden Preisanstieg mitmachen. Und im Vergleich mit anderen Skidestinationen wie Schweiz oder Frankreich sind die Preise in Österreich immer noch relativ günstig.

Preissteigerung in den letzten zehn Jahren (lt. AK-Erhebung / Skihütten in Salzburg):

  • Apfelstrudel: + 75,1%
  • Frankfurter mit Gebäck: + 69,7%
  • Spaghetti Bolognese: + 69,1%
  • Schiwasser: + 62,8%
  • 0,3l Bier: + 50,7%
  • 0,5l Bier: + 46,1%
  • Cola: + 47,3%
Preisanstiege in Salzburger Skihütten (Quelle: AK Salzburg)

Auch Preise bei Tagesskipässen explodieren
Ziemlich aus dem Ruder laufen auch die Skipass-Preise – und das auch in unserem Bundesland: Nach 51 Euro (2021) über 55 Euro letzten Winter auf jetzt 59 Euro stieg etwa der Tarif für die Tageskarte in Hinterstoder, von 50 über 57 auf gar 64 Euro kletterte der Skipass in Gosau – das macht eine Steigerung von 16 bzw. 28% in zwei Jahren in den größten beide Skigebieten Oberösterreichs. Ist das schon Gier oder noch vertretbar?

Kommentar
Bei allem Verständnis für die allgemeinen Preisanstiege: Die heimischen Skilift- und Hüttenbetreiber sind teilweise von der Gier getrieben, hab das sind die völlig abgehobenen Preisanstiege nicht zu erklären. So ist es eine mittlerweile liebgewordene Tradition, dass die Skipass-Preise jedes Jahr weit über der Inflation steigen. Argumentiert wird ein ums andere Mal mit dem Ausbau der Qualität – was aber oft nicht viel mehr als eine billige Ausrede ist. mit so einem Argument könnte jeder Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen seine Preise ohne Ende nach oben treiben. 

Der Skitourismus hat das Glück oder besser gesagt die Narrenfreiheit, dass die ausländischen Touristen immer noch in Massen kommen und so gut wie jeden Preisanstieg mitmachen. In Österreich hingegen hört (und sieht) man etwas ganz anderes: Immer mehr Familien wenden sich ab vom aktiven Skifahren, weil es finanziell einfach nicht mehr drinnen ist.

Und die kleine Skigebiete sperren eines nach dem anderen zu, weil es dort keine Touristen hinzieht, teure Beschneiungsanlagen oft nicht drinnen sind (oder es auch selbst dafür mittlerweile zu warm ist) und auch die Auflagen für das Betreiben eines Liftes in den letzten Jahren immer strenger und aufwändiger wurden. Keine guten Aussichten für die eigentlich zweitschönste Sache der Welt.

 

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