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    Ja zum Alkoholverbot im Volksgarten – oder hat wer eine bessere Idee?

    24. Juni 2021
    in Freizeit, Meinung
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    Die Aufregung, dass sowohl Schillerpark als auch Volksgarten zur alkoholfreien Zone erklärt wurden, ist nach wie vor groß. Aber Hand aufs Herz, Leute: Wieviele von euch haben tatsächlich schon mal selbst in einem dieser Parks ein Bier geext, eine Flasche Wein geblubbert oder ist frei von allen Sinnen besoffen unter einem Baum eingeschlafen? Wer täglich durch den Volksgarten muss, kann ein Lied von den vielen Problemen dort singen.

    Geht es um Verbote im öffentlichen Raum, ganseln sich speziell die Vertreter der linken Reichshälfte sofort auf und orten eine skandalöse Verdrängung von (Rand-)Gruppen aus dem öffentlichen Raum. Stimmt, das Argument hat in der Tat etwas für sich, auch wenn es ähnlich muffig schmeckt wie ein „Noagerl“ aus einer in der Sonne vergessenen Bierflasche. Das Problem, das sich erst im Hessenpark und nach dem dortigen Alk-Verbot nun im Volksgarten manifestierte, ist aber keine Linzer Eigenheit. Kleinere und größere Städte auf der ganzen Welt mühen sich mit diesem Thema mehr oder weniger erfolglos ab.

    Am Ende stehen selbst in „roten“ Städten meist Verbotszonen und das rigorose Einfordern klarer Regeln. Und das ist wohl oder übel auch das einzige probate Mittel des Zusammenlebens in urbanen Räumen, wo viele Menschen auf wenig Platz miteinander auskommen müssen. Hier muss es einen (zumindest kleinen) gemeinsamen Nenner geben – ohne Wenn und Aber. New York, Tokio, Sydney und andere Großstädte haben weit strengere Regeln in ihren Parks und auf öffentlichen Plätzen. Keiner käme dort auf die Idee, das hemmungslose Betrinken zu tolerieren oder gutzuheißen. Die Tokioter Parks etwa sind eingezäunt, oft ist Eintritt zu bezahlen, Alkohol darf dort zu keiner Zeit konsumiert werden. Und selbst der Linzer Volksgarten war Anfang des vorigen Jahrhunderts viele Jahre lang eingezäunt und nächtens sogar gesperrt.

    Kein Rauchen, keine Hunde, keine Trompete, kein Alkohol, kein Radl: In Tokioter Parks herrschen etwas strengere Sitten als bei uns. Geht auch gar nicht anders – bei 38 Millionen Einwohnern in der egsamten Metropolregion.

    Gerne wird auch die Mär‘ erzählt, es sei so schade, dass man im Falle eines Verbots nicht mal mehr gemütlich ein Bier im Park trinken kann. Aber welcher „Normalsterbliche“ tut das in der Realität tatsächlich – oder hat es überhaupt schon mal gemacht? Bestenfalls ein – ähem, Promille- oder ppm-Bereich der Linzer Bevölkerung schlabbert gerne Bier im Volksgarten.

    Seit geraumer Zeit patroulliert die Linzer Polizei notgedrungen fast rund um die Uhr in Gruppenstärke durch den Volksgarten – meist aufgrund der Zusammenrottungen von bis zu hundert Personen. Diese Polizisten fehlen natürlich einerseits in vielen anderen Bereichen, andererseits fallen durch Überstunden und Extraeinsätze enorme Zusatzkosten an. Und das massive Polizeiaufgebot im Hessenpark als Dauerzustand hinnehmen, damit sich eine relativ kleine Klientel weiterhin ungestört betrinken kann: Sorry, nö.

    Andere Möglichkeiten? Schwierig. Die ständige, in einer Endlosschleife bemühte Forderung nach „mehr Streetworkern und mehr Sozialarbeitern“, die direkt in den Problemzonen aktiv sind: Wichtig und richtig, nur lösen sie das Problem nicht. Viel mehr als „Einzelerfolge“ sind da nicht drin. Und nichgt wenige der im Volksgarten gestrandeten Menschen tun sich (vorsichtig formuliert) schwer, Alternativangebote oder Hilfe anzunehmen, manche machen sogar einen großen Bogen drum herum.
    Auch öffentliche Ersatzflächen, bei dessen Suche und Bereitstellung sich die Kommunen durchaus großzügig zeigen, werden meist nicht angenommen. Die entsprechenden Zielgruppen wollen auch, so seltsam das klingt, „sehen und gesehen“ werden. Das funktioniert nun mal am besten in innerstädtischen Parks, idealerweise mit direktem Supermarktanschluss.

    Schuld an dieser Entwicklung haben aber nicht die Alkoholkranken und sonstigen Gruppen, sondern vor allem die Stadt Linz – und auch die Polizei. Jahrzehntelang wurden die bestehenden Parkregeln und Gesetze gar nicht oder zu lasch eingefordert. Im Hessenpark wuchtere das Problem gut zehn Jahre lang, Hilfeschreie von den Anwohnern wurden ert von Bürgermsiter Dobusch, dann von seinem Nachfolger Klaus Luger ständig unter dem Toleranz-Mäntelchen erstickt.

    Reagiert wird immer erst, wenn es fast schon zu spät ist. Der Aufschrei ist dann natürlich umso größer. Es ist das klassische „Ladedieb-Syndrom“: Wird man nicht erwischt, klaut man immer weiter und bedient sich an immer teureren Gegenständen – bis man dann doch ertappt wird und der Schaden umso größer ist. Bei der Alk-Community war es ähnlich: Anfangs waren es drei oder vier, die keinen störten. Dann wurden es immer mehr, es wurde im Park immer lauter, „feuchter“ und leider auch immer schmutziger und gefährlicher.

    Ein Alkverbot in Problemparks ist mit Sicherheit nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber es ist die richtige Maßnahme, auch wenn die vielen Versäumnisse der Vergangenheit lediglich überdeckt werden. Und das Argument des Ausgesperrtwerdens? Stimmt einfach nicht: Niemand muss aus dem Volksgarten, dem Hessenpark oder dem Schillerpark draußen bleiben. Jeder darf und soll Grünanlagen weiterhin besuchen. Er/sie darf sich hier halt nicht mehr besaufen, Leute anpöbeln und überall hinurinieren (bestenfalls). Die Linzer Parks gehören uns allen und das soll auch so bleiben. Prost!

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