Die Stadt Linz setzt einen weiteren Schritt in Richtung moderner Mobilitätsplanung. Auf Basis eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses zum Ausbau vollautomatischer Verkehrszählstellen hat der Stadtsenat die Beschaffung zusätzlicher mobiler und stationärer Geräte zur Erfassung des Rad-, Fuß- und Kfz-Verkehrs beschlossen. Für die Ausschreibung dieser neuen Systeme wurde ein Kostenrahmen von 70.000 Euro genehmigt.
Derzeit bestehen auf der Nibelungenbrücke und der Eisenbahnbrücke zwei stationäre Verkehrszählstellen, die die Bewegungen von Fußgängern, Radfahrern und Kraftfahrzeugen in beide Richtungen erfassen. Diese Daten sind öffentlich auf dem City Dashboard der Stadt Linz einsehbar. Mit den geplanten Neuanschaffungen sollen künftig sowohl zusätzliche fixe Messpunkte als auch temporäre, flexibel einsetzbare Zählstellen eingerichtet werden.
„Eine gute Verkehrsplanung braucht verlässliche Daten. Mit modernen Verkehrszählungen schaffen wir die Basis, um Maßnahmen im Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr gezielt und effizient umzusetzen.“
Verkehrsreferent Martin Hajart
Das erweiterte Netz an automatischen Zählstellen soll künftig eine fundierte Datengrundlage schaffen, um die Nutzung der Verkehrsinfrastruktur noch besser analysieren und planen zu können. Besonders im Bereich des Rad- und Fußverkehrs besteht laut dem Linzer Verkehrsreferenten Martin Hajart aktuell noch Aufholbedarf bei der systematischen Datenerfassung.
„Die gewonnenen Daten ermöglichen es, Maßnahmen dort zu setzen, wo sie den größten Nutzen bringen – sei es zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, zur Optimierung von Verkehrsabläufen oder zur Bewertung bereits umgesetzter Projekte. Zudem bilden sie eine wichtige Grundlage für digitale Instrumente wie das Verkehrsmodell der Stadt Linz oder das City Dashboard“, so Hajart.
Auf die bereits 2022 versprochenen Radzählstellen mit Echtzeitanzeige, die den Radverkehr im öffentlichen Raum sichtbar machen und bewusstseinsbildend wirken, muss Linz hingegen weiter warten. Solche Displays gibt es bereits seit vielen Jahren in Wien (seit 2011), Graz, Innsbruck, Salzburg und sogar in St. Pölten. Linz hinkt da etwas hinterher.





























