• Ob Laternenmasten, Verkehrsschilder, Stromkästen oder Haltestellen: Linz wird zunehmend zur riesigen Gratis-Werbefläche für Fußballfans und andere Sticker-Freunde. Besonders, aber nicht nur Aufkleber von LASK und Blau-Weiß Linz prägen vielerorts das Straßenbild. Manche Laternenmasten sind regelrecht "mehrfach beschichtet". Selbst private Hausfassaden und Autos bleiben nicht verschont. Dabei gäbe es längst technische Möglichkeiten, dem wilden Bekleben Einhalt zu gebieten. Andere Städte zeigen, wie es geht.
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Linz Airport: Frachtbereich als „Rettungsanker“

7. Oktober 2020
in Linz
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Alle Flughäfen liegen derzeit am Boden – auch Linz. Jetzt macht sich aber die oft gescholtene Doppelausrichtung als Passagier- und Fracht-Airport bezahlt, denn letzterer ist von der Krise weit weniger betroffen und fängt nun das Minus aus dem klassischen Flugbereich auf.

Während europaweit die Zahlen im Passagierbereich im ersten Halbjahr 2020 um 64,2 Prozent absackten (im zweiten Quartal waren es gar -96,4 Prozent), gab es bei der Fracht mit etwa -19,1 Prozent nur eine vergleichsweise kleine Delle.
In der Anfangsphase der Covid19-Pandemie war in Linz vor allem der grenzüberschreitende LKW-Verkehr (Road Feeder Service) beeinträchtigt. Die deutlich erhöhten Grenzwartezeiten waren ein schwer kalkulierbarer Faktor für notwendige Anschlüsse ex Linz. „Nach einigen Wochen hat sich die Situation aber wieder normalisiert. Die Tonnagen im Road Feeder Service haben sich erholt“, sagt Romana Wagner vom Linz Airport im Gespräch mit dem LINZA stadtmagazin.

Das Frachtterminal am Linz Airport (Foto: Flughafen Linz).

Linz-Istanbul als zweites starkes Fracht-Standbein
Im Sektor „geflogene“ Fracht macht sich die neue Flugverbindung nach Istanbul stark bemerkbar. In diesem Segment wachsen die Tonnagen deutlich. Insgesamt rechnet der Linz Airport damit, dass die 2020 abgefertigten Tonnagen nur etwas unter denen des Vorjahres liegen werden. Seit April wird jeweils Donnerstag und Sonntag mit Großraumgerät Airbus 330 und Boeing 777F auf der Linie ISL-BLL-LNZ (Istanbul – Billund – Linz) geflogen. Die neue Verbindung hat sich sehr positiv entwickelt. Daneben gibt es neun weitere wöchentlich Flüge mit einer Boeing 737-400F European Air Transport (DHL) nach Belgrad und Leipzig.

„Wir glauben auch daran, dass der Frachtbereich künftig noch mehr Potenzial hast“, sagt Romana Wagner. Frachtkunden schätzen die Flexibilität und die Zuverlässigkeit des Linzer Cargo Departments. 
Gerade in Krisenzeiten benötigen die Kunden ein hohes Maß an individuellen Lösungen. Wagner: „Diese individuellen Lösungen kann Linz bieten. Damit betreiben wir einerseits Kundenbindung, führen aber auch permanent Gespräche mit Cargo-Fluggesellschaften, um Neukunden zu gewinnen.“

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