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⚽️ Dann wird den Rieder Ultras ihre fast fertige  Choreografie aus einer Messehalle in der eigenen Stadt gefladert und dann im Auswärtssektor im Rieder Stadion präsentiert.
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Linzer Bäume, die nicht wachsen (können)

Mangelhafte Vorgaben bei Baumpflanzungen

23. März 2026
in Klima, Politik
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Man findet sie auf den unzähligen Supermarkt-Parkplätzen in der ganzen Stadt: „Kümmerbäume“, die nicht größer werden als ein paar Meter und damit weder einen kühlenden Effekt haben noch richtige Schatten werfen. Der Grund: mangelhafte Vorgaben seitens der Politik an die Bauherren. Aktuelles Beispiel: das neue PRO Kaufland, das kurz vor der Eröffnung steht. Aktuell werden dort gerade Bäume gepflanzt. Wie dem LINZA stadtmagazin zugespielte Fotos zeigen, werden die Bäume in minimalistische Betonwannen gepflanzt, die mit gerade mal 50-70cm Erde gefüllt sind. Ein echtes Wachstum der Bäume oder irgendein spürbarer Effekt ist so im Vorhinein ausgeschlossen.

„Die oberirdischen Kfz-Abstellplätze sind so zu gestalten, dass nach jedem 5. Kfz-Abstellplatz ein Laubbaum mit einem erreichbaren Mindestkronendurchmesser im ausgewachsenen Zustand von mindestens 8 m, der bei Pflanzung zumindest einen Stammumfang von 18-20cm in 1 m Höhe aufweist“, lauten die Vorgaben seitens der Stadt Linz für die Bepflanzung von Parkplätzen – etwa bei Supermärkten. Was fehlt: Vorgaben bezüglich des Erdreichs und des Bodens, der zwingend nötig ist, um das geforderte Wachstum zu erreichen.

Kaum Erde, wenig Platz: Baumpflanzungen mit wenig Erdreich am Parkplatz des runderneuerten PRO Kauflandes in Urfahr. (Foto: zVg)

Statt dem Einplanen von „Erdkoffern“ (entsprechende Bereiche, in denen der Baum wurzeln und wachsen kann) werden die Bauminseln daher minimalistisch (und damit für den Bauherrn günstiger) ohne den entsprechenden Wurzelraum ausgeführt, sodass die Bäume keine Chance haben, tatsächlich eine entsprechende Größe und Breite zu erreichen. Das ist offensichtlich auch ganz so gewollt. Denn: Große Bäume mit viel Laub brauchen Pflege, Platz, müssen bei einer Rundum-Versiegelung auch öfters gegossen werden und bedeuten unter dem Strich erhebliche Mehrkosten.

Ganz abgesehen davon: Die vorgeschriebenen 18-20cm Stammumfang bei Neupflanzungen bedeutet bei frisch gesetzten “Parkplatzbäumen“ einen Stammdurchmesser von gerade mal 6cm. Bis so ein Baum tatsächlich die angestrebte Krone von acht Metern Durchmesser erreicht, würden mindestens 15 Jahre vergehen. In der Realität bleiben die Bäume daher in einem Kümmerzustand mit wenigen Metern Höhe und einer Kronenbreite von zwei Metern – und damit ohne nennenswerten Schattenwurf oder kühlenden Effekt.

Große Bäume brauchen Pflege, Platz und bedeuten unter dem Strich erhebliche Mehrkosten.

„Das, was da überall gepflanzt wird, ist kein Baum, weil der nie groß und alt wird – und auch nie stadtklimatisch wirksam wird. Es bedarf dringend einer Überarbeitung und qualitativer Unterscheidungen von „Grün“ und „Baum“, sagt Stadtplaner und Linzplus-Gemeinderat Lorenz Potocnik, der bei allen großen Neubauprojekten immer wieder Erdkoffer fordert – großteils vergeblich, weil sich die Projektbetreiber vor den höheren Kosten drücken wollen – und es auch seitens der Stadt keinen Antrieb gibt, die Vorgaben baumfreundlicher zu gestalten.

Als Faustregel gilt: Die Krone eines Baumes wird nur so breit, so weit sich die Wurzeln unter der Erde in die Breite entwickeln können. Das Ergebnis sieht man bei jedem Supermarkt-Parkplatz in Linz: Die Bäume auf den oft minimalistischen Bauminseln verdienen ihre Bezeichnung nicht, obwohl diese bereits teils seit Jahrzehnten wachsen – oder es zumindest versuchen.

Kommentar
Völlig unverständlich: Die Stadt Linz hätte es in der Hand, mit entsprechenden Vorgaben an die Supermarktketten und andere Projektbetreiber für ordentliche, große, schöne Bäume in der Stadt zu sorgen – und das zum Nulltarif, weil die Kosten die Bauherren zu tragen hätten. Laut Vorgaben braucht es pro fünf oberirdischen Supermarkt-Abstellplätzen einen Baum. Man stelle sich vor, diese Bäume könnten (ohne jegliche Kosten für die Stadt wohlgemerkt!) alle richtig wachsen, statt nur dahinzukümmern und nach zehn Jahren krankheitsbedingt oft umgeschnitten werden zu müssen. Linz wäre eine grüne Oase. Aber es kümmert in der Politik niemanden..

Im Gegenzug wirft Linz Millionenbeträge beim Fenster hinaus, um in relativ kühlen Altstadtgassen wie der Domgasse (wo nachweislich seit über 1.000 Jahren kein Baum stand) oder am Luther-Platz ein paar Bäume auf eigene Kosten zu pflanzen. Die riesigen Hitzeinseln auf den Supermarktparkplätzen hat aber niemand auf der Rechnung.

 

 

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